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Aus Nr.01/02 - 2009


BENEDIKT XVI.

In diesem heiligsten und demütigsten Sakrament


ILaurentiusprozession/I,  Kirche St.  Laurentius, Mailand.

ILaurentiusprozession/I, Kirche St. Laurentius, Mailand.

Bei der Homilie der heiligen Messe zum Hochfest der Erscheinung des Herrn machte Benedikt XVI. darauf aufmerksam, dass man auch von einer „Erscheinung“ Jesu Christi in der heiligsten Eucharistie sprechen könne: „Die Kirche feiert alle Geheimnisse des Herrn in diesem heiligsten und demütigsten Sakrament, in dem er seine Herrlichkeit zugleich offenbart und verbirgt. ‚Adoro te devote, latens Deitas‘ – in einer Haltung der Anbetung beten wir so mit dem hl. Thomas von Aquin.“




BENEDIKT XVI.

Jesus ist das Heil


IPaulus/I,  Caravaggio,  Santa Maria del Popolo,  Rom.

IPaulus/I, Caravaggio, Santa Maria del Popolo, Rom.

Beim Angelusgebet von Sonntag, 25. Januar, erläuterte Benedikt XVI. die Begegnung des Saulus mit Jesus auf der Straße nach Damaskus mit folgenden Worten: „In jenem Augenblick verstand Saulus, dass sein Heil nicht von den guten Werken abhing, die er wirkte, sondern von der Tatsache, dass Jesus auch für ihn – den Verfolger – gestorben und auferstanden ist.“




ARRIGO LEVI.

Die Gnade liegt in den Händen des Herrn


INoah und der Regenbogen/I, Marc Chagall.

INoah und der Regenbogen/I, Marc Chagall.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Artikel von Arrigo Levi: Kirche-Juden, die Distanz über den Tiber ist kürzer geworden (La Stampa, Mittwoch, 18. Februar): „Manchmal, wenn man einen falschen Schritt tut, kann die darauf folgende Korrektur besonders erleuchtend sein. Nach der Wiedereinführung des Gebets um die Bekehrung der Juden in der Karfreitagsliturgie kam Kardinal Kasper in dem von uns bereits erwähnten, langen Essay die Aufgabe zu, zu klären, dass es sich bei diesen Worten keineswegs um den Appell einer an die Juden gerichteten missionarischen Aktion handelte. Kasper hatte bei dieser Gelegenheit ein von Karol Wojtyla gern gebrauchtes theologisches Konzept wieder aufgegriffen und erklärt, dass das „unergründliche Geheimnis der Gnade“ allein in den Händen Gottes liegt: die Kirche kann keineswegs dessen Regie übernehmen. Diese Erkenntnis gilt nicht nur für die Beziehungen zwischen der Kirche und den Juden. Mir scheint, dass sie die Türen zu einem nicht nur kulturellen, sondern auch religiösen Dialog mit den Nicht-Katholiken öffnet: ja, vielleicht sogar mit uns Laien, die wir zugeben, nicht an Gott zu glauben. Ein Gläubiger, der überzeugt davon ist, dass wir Unrecht haben, kann gewiss nicht ausschließen, dass Gott sein Vertrauen in uns setzen und uns, gemäß seines unergründlichen Ratschlusses, Gnade bescheiden kann.“




CARLO OSSOLA.

Dante, Augustinus und die Vollendung des Lobes aus Kindermund


ILasset die Kinder zu mir kommen/I, Carl  Vogel von Vogelstein, Galerie für moderne Kunst,  Florenz.

ILasset die Kinder zu mir kommen/I, Carl Vogel von Vogelstein, Galerie für moderne Kunst, Florenz.

In seiner Rezension einer neuen, illustrierten Ausgabe der Göttlichen Komödie schreibt Carlo Ossola in der Sonntagsbeilage von Il Sole-24Ore (22. Februar, S. 25): „Ab diesem Gesang [XXI] vervielfacht Dante die unberedten Gestalten, stellt sie – vom Beginn des darauffolgenden Gesangs an – als ‚Kindlein‘ infans dar, die noch nicht sprechen können, auf den Schutz einer Mutter angewiesen sind: ‚Von Staunen überwältigt blickt ich wieder auf mein Geleit / so wie ein Kind, / das immer sich zu den nächstvertrauten Menschen wendet; / sie sprach gleich einer Mutter,/ die dem Kinde, das blass und keuchend, schnelle Hilfe leistet / [...]‘ (Das Paradies, XXII, 1-5). Ein Bild, das im nächsten Gesang mit folgenden berühmten Versen noch klarer entfaltet wird: ‚Und wie ein Kindlein oft die Arme wendet / Zu seiner Mutter, wenn’s die Milch getrunken, / Weil auch nach außen seine Seele glühend; / So reckte sich nach oben mit der Flamme/ Ein jedes Licht, dass mir die hohe Liebe,/ die sie Maria brachten, sichtbar wurde‘ (XXIII, 121-126).
‚Kindlein‘ kommen auch im XXVII. Gesang des Paradieses wieder vor; ‚Kind“ und ‚Amme‘ am Ende des XXX. Gesanges: Dante macht sich klein, so als würde er, der den Weg zum Heil in reifen Jahren eingeschlagen hat – ‚grad in der Mitte unserer Lebensreise‘ – sich die Evangeliumsmaxime zueigen machen: ‚Nisi efficiamini sicut parvuli, non intrabitis in regnum caelorum‘ (Mt 18, 3). Im letzten Gesang des Paradieses wird der Vergleich mit dem Kinde, das noch nicht sprechen kann, in aller Deutlichkeit angestellt: ‚Nunmehr wird meine Sprache noch viel ärmer, / für das auch, was ich weiß, als die des Kindes / das noch am Mutterbusen letzt die Zunge‘ (XXXIII, 106-108). Und doch ist gerade das der Gesang, in dem Dante, wie Curtius betont hat, alle Klassiker zusammenfasst, deren Erbe und Erfüllung er ist: nicht nur Bernhard, der das beachtenswerte Gebet zur Jungfrau Maria erhebt (‚Du Mutter Gottes und Tochter Deines Sohnes‘), sondern auch den Virgil der Aeneis (‚so hat im Winde auf den leichten Blättern / sich der Sibylle Spruch dereinst verloren‘: XXXIII, 65-66), und die griechische Tradition der Argonauten (‚ein Augenblick nur ist mir längeres Träumen / als fünfundzwanzighundert Jahre waren / seit einst Neptun ob Argos Schatten staunte‘: 94-96). Wie kann es sein, dass gerade jener Dante, der sich als letzte summa der Klassik versteht, sich selbst biologisch als ‚Kindlein‘ darstellt?
Auch hier – was den Kritikern bis heute entgangen ist – beruft sich Dante auf die höchste Autorität der Kirchenväter: jenen Augustinus, dem er einen ruhmreichen Sitz im Paradies einräumt: ‚Franziskus, Benedikt und Augustinus‘ (XXXII, 35). Und in der Tat feiert Augustinus im letzten Buch der Bekenntnisse das Lob der Schöpfung, beschwört die Schau der letzten Glückseligkeit herauf und überlässt Kindermund, ‚den Kindern und den Säuglingen‘, jenes höchste Lob: ‚Dass wir sie sähen, Herr, die Himmel, Deiner Finger Werk! Lass unserm Aug das Gewölk zerfahren, mit dem Du sie verdeckt hast. Dort ist Dein Zeugnis, das weise macht die Kleinen. Vollende, mein Gott, Dein Lob aus der Kinder und Säuglinge Mund‘ (‚Perfice, Deus meus, laudem tuam, ex ore infantium ac lactantium‘: Bekenntnisse XIII, 15). Perfice, vollkommen: so brachte Dante das lange ‚Lob‘ der Menschheit zur Erfüllung, Kind in der Gestalt und Kirchenvater der Endzeit.“




ENZO JANNACCI

„Es bedarf einer zärtlichen Geste des Nazareners“


Enzo Jannacci. [© LaPresse]

Enzo Jannacci. [© LaPresse]

„Es bedarf einer zärtlichen Geste des Nazareners“: so äußerte sich Enzo Jannacci, der berühmte Mailänder Liedermacher und Arzt, der sich selbst immer als einen „törichten atheistischen Laien“ definiert hat, in einem Interview (Corriere della Sera, Freitag, 6. Februar) zum Fall Englaro. Er gab zu, dass ihm angesichts Eluana und anderer Menschen, die – wie sie – „nur scheinbar am Leben sind, aber doch leben“ nichts anderes übrig blieb als die Hände gen Himmel zu heben und Christus anzuflehen. „In den letzten Jahren ist Christus für mich sehr wichtig geworden: gerade der Gedanke von seinem Ende am Kreuz macht es mir unmöglich, auch nur daran zu denken, jemandem Sterbehilfe zu leisten. Wenn der Nazarener zurückkäme, würde er uns allen eine Ohrfeige versetzen. Und die haben wir auch verdient – wo wir doch eigentlich so sehr eine zärtliche Geste von ihm bräuchten!“.





Timothy Michael Dolan und Edward Michael Egan.BR [© Associated Press/LaPresse]

Timothy Michael Dolan und Edward Michael Egan.BR [© Associated Press/LaPresse]

Ernennungen
Neue Erzbischöfe in Detroit, Valencia und New York

Am 5. Januar hat der Papst das Rücktrittsgesuch von Kardinal Adam Joseph Maida (79), seit 1990 Erzbischof von Detroit, angenommen. Zu seinem Nachfolger wurde Allen Henry Vigneron (60) ernannt, seit 2003 Bischof von Oakland. Seit 1996 war er Weihbischof von Detroit.
Am 8. Januar wurde dem Rücktrittsgesuch von Kardinal Vicente Agustín García-Gasco (78), seit 1992 Erzbischof von Valencia, stattgegeben. Sein Nachfolger ist Carlos Osoro Sierra (64), seit 2002 Erzbischof von Oviedo und seit 1996 Bischof von Orense.
Am 23. Februar wurde das Rücktrittsgesuch von Kardinal Edward Michael Egan (77) angenommen. Er war seit 2000 Erzbischof von New York. Sein Nachfolger ist Timothy Michael Dolan (59), seit 2002 Erzbischof von Milwaukee. 2001 wurde er Weihbischof von Saint Louis.


Vereinigte Staaten/1
Obama und der Realismus Niebuhrs

Im Editorial der La Stampa von Sonntag, dem 18. Januar, gab Barbara Spinelli der Hoffnung Ausdruck, der neue Präsident der Vereinigten Staaten möge sich in seinem Mandat nicht auf schlechte Berater verlassen. Der Artikel endet mit folgenden Worten: „Der Historiker Bacevich hat geschrieben, dass die großen Amerikaner nur selten in der Heimat Gehör finden, weil sie Dinge sagen, die wahr und folglich auch unbequem und wenig anziehend sind (The Limits of Power: The End of American Exceptionalism, New York 2008). Diese Tradition wieder zu entdecken ist Teil der ‚Entziehungskur‘. In der Einsamkeit wird Obama den Realismus Reinhold Niebuhrs wiederentdecken können, jenes prophetischen Theologen, der in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg den amerikanischen Exzeptionalismus aufdeckte und ‚den Wunsch, die Geschichte manipulieren zu wollen, der von einer merkwürdigen Mischung aus Arroganz und Narzismus hervorgebracht worden war: eine Gefahr, die für die Vereinigten Staaten eine tödliche Bedrohung darstellen konnte‘.“


Vereinigte Staaten/2
Hillary Clinton und der Dichter Terentius

„Der richtige Kurs für weise Männer ist es, es zuerst mit Überzeugungskraft zu versuchen.“ So die überraschende Aussage, mit der die designierte US-Außenministerin Hillary Clinton bei ihrer Anhörung im Senat den lateinischen Dichter Terentius zitierte. Das Zitat wurde von der La Stampa wieder aufgenommen (14. Januar) in einem Artikel mit dem Titel: Hillary, Absage an die rohe Gewalt.


Nahost
Sabra und Chatila und eine Zukunft der Hoffnung

„‚Ich hoffe, dass die Kinder im Nahen Osten diesen Film als eine Art Videogame betrachten, mit dem sie nichts zu tun haben‘. Mit diesen Worten nahm der israelische Regisseur Ari Folman den Golden Globe entgegen, mit dem sein „Walzer mit Bashir“ als bester ausländischer Film prämiert wurde.“ So der Auftakt eines Artikels in der la Repubblica (13. Januar). „Walzer mit Bashir“ ist ein Zeichentrickfilm über das Massaker von Sabra und Chatila, bei dem ca. 3.000 Palästinenser ums Leben kamen.


Kardinäle/1
Kardinäle Laghi, Ghattas, Kim und Pham verstorben. Kitbunchu wird 80

Am 11. Januar verstarb der aus der Emilia Romagna stammende Kardinal Pio Laghi (87), emeritierter Präfekt der Kongregation für das katholische Bildungswesen. Johannes Paul II. hatte ihn 1991 zum Kardinal kreiert. Am 20. Januar verstarb der ägyptische Kardinal Stephanos Ghattas II. (89), emeritierter Patriarch von Alexandrien der Kopten, der 2001 von Johannes Paul II. zum Kardinal kreiert worden war. Am 16. Februar verstarb der koreanische Kardinal Stephen Kim Sou-hwan (87), emeritierter Erzbischof von Seoul. 1969 kreierte ihn Paul VI. zum Kardinal. Am 22. Februar starb der vietnamesische Kardinal Paul Joseph Pham Dinh Tung (90), emeritierter Erzbischof von Hanoi, den Johannes Paul II. 1994 zum Kardinal kreiert hatte.
Am 25. Januar konnte der thailändische Kardinal Michael Michai Kitbunchu, Erzbischof von Bangkok seit 1972 und von Johannes Paul II. 1983 zum Kardinal kreiert, seinen 80. Geburtstag feiern.
Am 23. Februar setzte sich das Kardinalskollegium folglich aus 187 Kardinälen zusammen, 115 davon sind bei einem eventuellen Konklave wahlberechtigt. Vier dieser Kardinäle wurden noch von Paul VI. kreiert, keiner davon ist wahlberechtigt.


Kardinäle/2
Saraiva Martins zum Kardinalbischof erhoben

Am 24. Februar wurde der portugiesische Kardinal Josè Saraiva Martins, der von Mai 1998 bis Juli 2008 die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse leitete und bisher Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie „Nostra Signora del Sacro Cuore“ war, zum Kardinalbischof erhoben. Seine Titelkirche wird nun die suburbikarische Kirche Palestrina. Er tritt somit die Nachfolge von Kardinal Bernardin Gantin an, der am 13. Mai 2008 verstorben ist. Es ist das erste Mal, zumindest in jüngerer Zeit, dass ein Kardinaldiakon direkt zum Kardinalbischof erhoben wird, ohne zuvor Kardinalpriester gewesen zu sein.


Orientalisch-katholische Kirchen
Neuer Patriarch der syro-katholischen Gläubigen

Am 23. Januar nahm der Papst den neuen Patriarchen der syro-katholischen Gläubigen in die Kirchengemeinschaft auf. Gewählt hatte ihn die Bischofssynode der syro-katholischen Kirche in Rom (18. bis 20. Januar). Der neue Patriarch heißt Ignace Youssif III. Younan (65), stammt aus dem syrischen Hassaké und ist seit 1995 Bischof der neu errichteten Eparchie „Our Lady of Deliverance“ von Newark der syro-katholischen Gläubigen der USA und Kanadas.


Kurie/1
NeuerGeneraldirektor der Vatikanischen Druckerei

Am 31. Januar ernannte der Kardinal-Staatssekretär den Salesianer Don Pietro Migliasso (59) zum Generaldirektor der Vatikanischen Druckerei – Verlag „Osservatore Romano“. Seit 10. Januar war er bereits Oberer der Salesianer-Gemeinschaft im Vatikan. Don Migliasso tritt die Nachfolge seines Mitbruders Don Elio Torrigiani (77) an. Er hatte oben genanntes Amt seit 1991 inne.


Kurie/2
Sekretär des Päpstlichen Rates für die Familie wird Bischof in Polen

Am 4. Februar wurde Msgr. Grzegorz Kaszak (45), seit 2007 Sekretär des Päpstlichen Rates für die Familie, zum Bischof von Sosnowiec in Polen ernannt.


Kurie/3
Aufhebung der Exkommunikation der Lefebvrianer-Bischöfe

Am 24. Januar wurde das Dekret der Kongregation für die Bischöfe veröffentlicht, mit dem die Exkommunikation der vier Bischöfe aufgehoben wird, die Erzbischof Marcel Lefebvre 1988 illegitim geweiht hatte.


AFRIKAsynode
Präsidenten und Generalrelatoren ernannt

Vom 4. bis 25. Oktober 2009 wird im Vatikan die Bischofssynode zum Thema „Die Kirche in Afrika im Dienst der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens“ stattfinden: „Ihr seid das Salz der Erde... ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5, 13.14). Im Rahmen der zweiten Sonderversammlung zu besagter Bischofssynode über Afrika ernannte der Papst am 14. Februar zu delegierten Präsidenten: die Kardinäle Francis Arinze, emeritierter Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Théodore-Adrien Sarr, Erzbischof von Dakar (Senegal) und Wilfrid Fox Napier, Erzbischof von Durban (Südafrika); zum Generalrelator: Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, Erzbischof von Cape Coast (Ghana); zu Sondersekretären: Damião António Franklin, Erzbischof von Luanda (Angola) und Edmond Djitangar, Bischof von Sarh (Tschad).


Diplomatie/1
Neue Nuntien in Peru, Panama, Honduras, Österreich, Botswana und Sri Lanka

Am 5. Januar wurde der aus Apulien stammende Erzbischof Bruno Musarò (61) zum Nuntius in Peru ernannt. Seit 2004 war er Päpstlicher Vertreter in Guatemala, zuvor Nuntius in Madagaskar und Panama.
Am 12. Januar wurde der spanische Erzbischof Andrés Carrascosa Coso (54) zum neuen Nuntius in Panama ernannt. Er war seit 2004 Päpstlicher Vertreter in der Republik Kongo und in Gabun.
Am 12. Januar wurde der aus Piemont stammende Luigi Bianco (49) zum Erzbischof und Apostolischen Nuntius in Honduras ernannt. Nach der Priesterweihe im Jahr 1985 stand er seit 1989 im diplomatischen Dienst. Stationen seiner Laufbahn waren die Nuntiaturen in Italien, Ägypten, Argentinien, Kroatien und zuletzt in Spanien.
Am 14. Januar wurde der Schweizer Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen (66) zum neuen Nuntius in Österreich ernannt. Seit 2001 war er Päpstlicher Vertreter in den baltischen Ländern; davor Nuntius im Kaukasus und in Mosambik.
Am 7. Februar wurde der amerikanische Erzbischof James Patrick Green (59), seit 2006 Päpstlicher Vertreter in Südafrika und Namibia, zum ersten Nuntius in Botswana ernannt, zu dem der Hl. Stuhl am 4. November volle diplomatische Beziehungen angeknüpft hat.
Am 21. Februar erfolgte die Ernennung des aus Malta stammenden Joseph Spiteri (50) zum Erzbischof und Apostolischen Nuntius in Sri Lanka. Die Priesterweihe empfing er 1984; seit 1988 steht er im diplomatischen Dienst. Spiteri war auch in den Nuntiaturen von Panama, Irak, Mexiko, Portugal, Griechenland, Venezuela und zuletzt in der Zweiten Sektion des Staatssekretariats tätig.


Diplomatie/2
Neue Botschafter Frankreichs, Ungarns, Brasiliens und Australiens

Am 26. Januar nahm der Papst das Akkreditierungsschreiben des neuen Botschafters Frankreichs beim Hl. Stuhl entgegen. Es handelt sich um den Berufsdiplomaten Stanislas Lefebvre de Laboulaye (63), der bereits Generalkonsul in Jerusalem (1995-1999) sowie Botschafter in Moskau war.
Am 2. Februar wurde der neue Botschafter Ungarns empfangen: der Berufsdiplomat János Balassa (58) war bereits Abteilungsleiter am Außenministerium.
Am. 9 Februar war der neue Botschafter Brasiliens an der Reihe: Luiz Felipe de Seixas Correa (64), Berufsdiplomat, war in der Vergangenheit als Botschafter in Spanien, Argentinien und Deutschland tätig.
Am 12. Februar war der neue Botschafter Australiens an der Reihe, der zum ersten Mal ein in der Ewigen Stadt residierender Botschafter sein wird. Es handelt sich um Timothy Andrew Fischer (63). Er war von 1996 bis 1999 stellvertretender Ministerpräsident Australiens.


Diplomatie/3
Abkommen Hl. Stuhl Schleswig-Holstein

Am 12. Januar 2009 wurde in Kiel ein Abkommen zwischen dem Hl. Stuhl und dem Land Schleswig-Holstein unterzeichnet, das die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und besagtem Land regelt. Für den Hl. Stuhl unterzeichnete Erzbischof Jean-Claude Périsset, Apostolischer Nuntius in Deutschland. Für Schleswig-Holstein Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Das aus 24 Artikeln bestehende Abkommen regelt die rechtlichen Beziehungen zwischen Schleswig-Holstein und der römisch-katholischen Kirche. Es befasst sich unter anderem mit den Normen für den katholischen Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen, der staatlichen Anerkennung der unter kirchlicher Leitung stehender Schulen, der Universitäts-Ausbildung, der Aktivität der Kirche im pastoralen und karitativen Bereich sowie im Gesundheitswesen, der Kirchensteuer und der Verwaltung der kirchlichen Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen.


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