Kurznachrichten
NAHOST.
Olmert und das Jahr 1978
![Sadat, Carter und Begin. [© AP/LaPresse]](/upload/articoli_immagini_interne/1227090680371.jpg)
Sadat, Carter und Begin. [© AP/LaPresse]
SERAPHICUM.
Internationales Symposium über das II. Vatikanische Konzil und Johannes Paul II.
![Karol Wojtyla beim II. Vatikanischen Konzil. [© AP/LaPresse]](/upload/articoli_immagini_interne/1227091460465.jpg)
Karol Wojtyla beim II. Vatikanischen Konzil. [© AP/LaPresse]
![Giulio Tremonti und unser Chefredakteur beim Meeting von Rimini 2008. [© Grazia Neri]](/upload/articoli_immagini_interne/1227091550308.jpg)
Giulio Tremonti und unser Chefredakteur beim Meeting von Rimini 2008. [© Grazia Neri]
Tremonti, die Krise und die Techno-Finanz
„Um zu verstehen, was passiert ist und weiter passiert, müsste man Goethes Faust wieder (oder endlich einmal!) zur Hand nehmen: jene phantastische Geschichte über die Verwandlung des Reichtums, seinen Übergang vom Materiellen zum Immateriellen.“ So Wirtschaftsminister Giulio Tremonti in einem Interview mit Il Foglio am 23. September. Weiter heißt es darin: „Im Namen der Globalisierung hat man einen mephistotelischen Wechsel unterschrieben; und wie alle Wechsel, selbst der des Mephisto, wird nun auch der Wechsel der Techno-Finanz fällig.“
FINANZKRISE/2
Panebianco und die schöpferische Zerstörung
Der Corriere della Sera hat sein Editorial vom 18. September (aus der Feder von Angelo Panebianco) der internationalen Finanzkrise gewidmet. Darin steht zu lesen: „Ein neudimensioniertes Amerika wird letztendlich das Zepter der Supermacht abgeben und sich mit der Rolle einer Großmacht unter anderen Großmächten (China, Russland, Indien, vielleicht noch andere mehr) zufriedengeben müssen. Einer anderen – genau entgegengesetzten – Interpretation zufolge, wird die für die Vorgangsweise des Kapitalismus so typische ‚schöpferische Zerstörung‘ (so der Wirtschaftswissenschaftler Joseph Schumpeter), die alles eliminiert, was nicht mehr vital ist, und das Finanzsystem wieder saniert, der amerikanischen Macht letztendlich neuen Aufschwung geben.“
FINANZKRISE/3
Ciampi und die Bankenrettung
Muss man in Schwierigkeiten geratene Banken retten? Laut Carlo Azeglio Ciampi, ehemaliger italienischer Staatspräsident, ist das eine „natürliche Reaktion, solange sie mit Transparenz erfolgt“, wie es in Italien der Fall war. „Als es notwendig wurde, kam es zu einem transparenten, gezielten Einschreiten. Ich denke da beispielsweise an die Rettung der Ambrosiano-Bank zu der Zeit, als ich Präsident der Italienischen Zentralbank war.“ Überlegungen Ciampis in einem Interview mit La Stampa (6. Oktober).
VEREINIGTE STAATEN
USA: Offen für die Taliban
„Die Vereinigten Staaten sind bereit, die Verhandlungen zwischen Kabul und den Taliban zu unterstützen, werden aber nie mit al-Qaeda sprechen. So US-Verteidigungsminister Robert Gates beim NATO-Gipfel der Verteidigungsminister in Budapest. Eine Aussage, mit der er klarmachte, dass sein Land bedingungslos hinter dem Appell steht, mit dem der afghanische Präsident Karzai Mullah Omar jüngst von der Notwendigkeit eines Dialogs überzeugen wollte.“ So der Auftakt eines Artikels der italienischen Tageszeitung la Repubblica (10. Oktober).
ENGLAND
Brown: Offen für die Katholiken
Großbritannien: Eine historische Wende. Unter diesem Titel kündigte La Stampa am 26. September einen Gesetzesentwurf des englischen Premierministers Gordon Brown an, der auch Katholiken auf dem englischen Königsthron erlaubt. „Ja zu Katholiken,“ heißt es im Untertitel des besagten Artikels. „Gleiches (Thron-)Recht für alle: Brown schlägt eine Gesetzesänderung vor. Seit drei Jahrhunderten sind Englands gekrönte Häupter ausschließlich Anglikaner.“
ITALIEN
Crociata neuer Generalsekretär der CEI
Am 25. September ernannte der Papst den neuen Generalsekretär der italienischen Bischofskonferenz. Der Sizilianer Mariano Crociata (55), seit Juli 2007 Bischof des süditalienischen Noto, wird sein neues Amt am 20. Oktober antreten.
KARDINÄLE
Kardinal González Zumárraga verstorben
Am 13. Oktober verstarb der ecuadorianische Kardinal Antonio José González Zumárraga. Der Erzbischof von Quito (1985 – 2003) wurde 2001 von Johannes Paul II. zum Kardinal kreiert. Am 15. Oktober setzte sich das Kardinalskollegium aus 192 Kardinälen zusammen, 116 davon wahlberechtigt.
KURIE/1
Neuer Prälat an der Akademie für Theologie und neue Konsultoren für das Büro des Päpstlichen Zeremonienmeisters
Am 24. September wurde der französische Karmelit François-Marie Lethel zum Sekretär der Päpstlichen Theologischen Akademie ernannt. Es war auch der Tag der Ernennung der neuen Konsultoren des vatikanischen Amtes für die liturgischen Feiern: Msgr. Nicola Bux, Dozent an der Theologischen Fakultät Apulien; Don Mauro Gagliardi von der Päpstlichen Hochschule „Regina Apostolorum“; Don Juan José Silvestre Valor von der Päpstlichen Universität vom Heiligen Herzen; Pater Uwe Michael Lang, Oratorianer, Beamter der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung; Pater Paul Gunter, Benediktiner von der Päpstlichen Hochschule Sankt Anselm.
KURIE/2
Neuer Relator bei der Kongregation für die Selig -und Heiligsprechungsprozesse
Am 10. Oktober wurde der neue Generalrelator der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse ernannt: Pater Vincenzo Criscuolo (58), Kapuziner aus der italienischen Provinz Salerno, kann ein an der Gregoriana erworbenes Doktorat sowie Gastsemester in München und Moskau vorweisen. Bisher war er Konsultor besagten Dikasteriums. Er tritt an die Stelle des deutschen Dominikaners Ambrosius Eszer (76), der seit den 1980er Jahren Relator war.
DIPLOMATIE/1
Montemayor Nuntius in Guinea-Bissau
Am 17. September wurde der argentinische Erzbischof Luis Mariano Montemayor, seit Juni Nuntius in Senegal und Kap Verde, sowie Delegat in Mauretanien, auch zum Päpstlichen Vertreter in Guinea-Bissau ernannt.
DIPLOMATIE/2
Neue Botschafter Bosniens und der Tschechischen Republik beim Hl. Stuhl
Am 18. September nahm der Papst das Akkreditierungsschreiben der neuen Botschafterin von Bosnien-Herzegowina beim Hl. Stuhl entgegen. Es handelt sich um Frau Jasna Krivosic-Prpic (59), in den letzten zwei Jahren Vizedirektorin der Agentur zur Förderung ausländischer Investments in Bosnien-Herzegowina.
Am 27. September war der neue Repräsentant der Tschechischen Republik an der Reihe: Pavel Vosalik (45) war in den letzten vier Jahren Botschafter in Kanada.
BENEDIKT XVI.
Papst Luciani und die Demut
![Papst Luciani mit Kardinal Ratzinger. [© AP/LaPresse]](/upload/articoli_immagini_interne/1227090367465.jpg)
Papst Luciani mit Kardinal Ratzinger. [© AP/LaPresse]
[...] So ist er ein unvergleichlicher Katechet gewesen auf den Spuren des hl. Pius X., seines Landsmannes und Vorgängers, zuerst auf dem Bischofsstuhl des hl. Markus und dann auf dem des hl. Petrus. ‚Vor Gott müssen wir uns gering vorkommen,‘ sagte er in derselben Audienz. Und er fügte hinzu: ‚Ich schäme mich nicht, mich wie ein Kind vor seiner Mutter zu fühlen; der Mutter glaubt man. Ich glaube an den Herrn, der sich mir geoffenbart hat‘ (op.cit., S. 49). Diese Worte zeigen die ganze Tiefe seines Glaubens. Während wir Gott dafür danken, dass er ihn der Kirche und der Welt geschenkt hat, wollen wir uns sein Vorbild zueigen machen und uns so darum bemühen, wie er jene Demut zu pflegen, die es ihm ermöglichte, zu allen zu sprechen, besonders zu den Kleinen und den sogenannten Fernstehenden. Darum bitten wir die seligste Jungfrau Maria, die demütige Magd des Herrn“ (nach L’Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr. 40/2008. S. 1).