Leserbriefe
Briefe aus den Klöstern

Cagliari
Unser Leben in der Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments, das den ganzen Tag ausgesetzt ist
Verehrter Herr Senator Andreotti,
über die freundliche Zusendung der Zeitschrift 30Tage haben wir uns sehr gefreut. Herzlichen Dank für dieses wertvolle Geschenk und die von Ihnen zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung des Klausurlebens. Der Herr wird nicht vergessen, wieviel Gutes Sie in Seinem Namen getan haben. Möge der eucharistische Jesus jenes Licht sein, das Ihre Schritte auf den Weg des Friedens führt, jene Sonne, die vom Himmel kommt und Licht bringt in jedes Dunkel.
Wir bringen unser Leben in der Anbetung des allerheiligsten Altarsakraments zu, das den ganzen Tag ausgesetzt ist. Unsere Mitschwestern wechseln sich Tag und Nacht in der Anbetung ab. In der Stille des Gebets und der Arbeit zollen wir unserer Gründermutter, Maria Maddalena dell’Incarnazione, Tribut, die uns ihr Charisma übertragen hat und deren Seligsprechung kurz bevorsteht.
Möge uns die heilige Jungfrau Maria ihre geistlichen Gnaden im Überfluß gewähren. Gnaden, die notwendig sind für das Zeugnis eines vollkommen zum Ruhm ihres Sohnes geführten Lebens.
Nach vielen Jahren des Schweigens ist unser Noviziat zu neuem Leben erwacht und kann nun, im Jahr der Eucharistie, reiche Frucht tragen.
Bitte schließen Sie unsere alten und kranken Mitschwestern in Ihr Gebet mit ein.
Unsere Gemeinschaft wird nicht aufhören, immerdar für Sie zu beten.
Mutter Maria Grazia und Gemeinschaft
KLARISSEN VOM KLOSTER „ SANT’AGNESE“
Perugia
Wie schön und voller Wonne ist doch diese Gemeinschaft der Heiligen
Der Herr schenke Dir Frieden.
Vielen Dank, lieber Herr Chefredakteur Giulio, danke, daß Sie den Klöstern ein Abonnement Ihrer schönen Zeitschrift geschenkt haben. Eine Geste, die zeigt, wie sehr Sie an uns denken. Die Klöster sind das Heim aller: sie sind das Heim von Ihnen allen, wo ein Teil von Ihnen bereits als Bewohner des Hauses Gottes wohnt.
Wie schön und voller Wonne ist doch diese Gemeinschaft der Heiligen. Es ist das größte Geheimnis unseres Glaubens, für den wir leiden und uns freuen, kämpfen und feiern, weinen und lachen.
Mit den allerherzlichsten Grüßen,
Schwester Maria Chiara und die Klarissen-Schwestern
VISITANTINNEN VOM KLOSTER „VISITAZIONE SANTA MARIA“
Palermo
Ein Vorschlag für 30Tage: Ein kleiner Raum für „geistliche Worte“
Sehr verehrter Herr Senator Andreotti,
für das Geschenkabonnement der Zeitschrift 30Tage sind wir Ihnen überaus dankbar. Vor allem für Ihre Wertschätzung unseres kontemplativen Lebens, die Sie zum Ausdruck bringen, indem Sie uns in Ihr Apostolat miteinbeziehen.
An Ihrer Zeitschrift schätzen wir besonders die Liebe der Kirche und zur Kirche, die Anteilnahme am Leid des Menschen, die sachliche Beurteilung der Ereignisse. Wir erlauben uns, Ihnen einen Vorschlag zu machen: was halten Sie von einer Art „Ecke der Spiritualität“? Kurze geistliche Worte von Menschen geweihten Lebens, die die Probleme der Welt am eigenen Leib erfahren, für sie konkret und konsequent Zeugnis abgelegt haben! Nehmen Sie uns diesen diskreten, demütigen Vorschlag bitte nicht übel... Wir sind davon überzeugt, daß das geweihte Leben für die Welt ist: „Für sie weihe ich mich selbst,“ wie schon der Herr gesagt hat.
Wir versprechen Ihnen und Ihren Mitarbeitern, Sie stets in unser Gebet mit einzuschließen. In Corde Iesu,
Die Visitantinnen von Palermo
BENEDIKTINERINNEN VOM KLOSTER „SAN BENEDETTO“
Castelfiorentino, Florenz
Ein herzliches Dankeschön an Senator Andreotti für sein christliches Zeugnis und seinen vorbildlichen Einsatz für das italienische Volk
Pax dem verehrten Senator, Chefredakteur der Zeitschrift 30Tage, Giulio Andreotti.
Lieber Signor Giulio, Bruder im Herrn,
groß war unsere Überraschung über die Zusendung der Zeitschrift 30Tage, die wir noch nicht kannten! Sie ist wunderschön, besonders die Artikel über das kirchliche Leben und die interessanten Interviews mit kirchlichen Persönlichkeiten.
Ganz zu schweigen von dem außergewöhnlichen Abenteuer des Matteo Ricci!
Kompliment an Signor Giulio: er arbeitet unermüdlich, setzt die Talente ein, die ihm Gott gegeben hat, und er tut das für sein Volk. Danke, Signor Giulio, für Ihr christliches Zeugnis, machen Sie weiter so, stets auf dem Boden der Tatsachen, Herz und Blick gen Himmel gerichtet! Wir werden Sie und Ihre Familie immerdar in unser Gebet mit einschließen.
Unsere besten Wünsche im Herrn Jesus Christus
Die Klostergemeinschaft und Schwester O.
KAPUZINERKLARISSEN VOM KLOSTER VON PARMA
Parma
Das Geschenkabonnement von 30Tage für uns Klausurschwestern:
ein rührender Gedanke
Sehr verehrter Herr Senator Giulio Andreotti,
unseren herzlichen Dank für die Zeitschrift 30Tage! Wir schätzen uns glücklich, diese wertvolle Zeitschrift zu erhalten, die uns wegen ihres reichen Inhalts und der schönen graphischen Gestaltung sehr gefällt!
Wie hätten wir jemals ahnen sollen, daß uns Klausurschwestern noch soviel Güte und Aufmerksamkeit zuteil werden soll – in dem heutigen kulturellen und sozialen Kontext kann man das wohl als einen wahrlich rührenden Gedanken bezeichnen! Und schließlich kann ein guter Baum ja nur gute Frucht bringen!
Wir Klausurschwestern wollen keine Schlagzeilen machen – wir wollen vielmehr mit unserer Lebensform ein lebendiges und effizientes Fragment in der Kirche und in der Gesellschaft sein.
Wir möchten Ihnen also unser herzliches Dankeschön sagen und Sie unseres wohlwollenden Gebets versichern, Fülle des Lebens im auferstandenen Herrn, und hoffen, daß die Gaben des Heiligen Geistes Wegweiser und Licht sein mögen für den Einsatz zugunsten des Allgemeinwohls und eines Christseins im Einklang mit dem Plan Gottes.
Hochachtungsvoll,
Die Kapuzinerschwestern
KLARISSEN VOM KLOSTER „SANTO STEFANO“
Imola, Bologna
Ein herzliches Dankeschön für alles, was Sie vor Gott vollbringen
Der Friede sei mit Ihnen ! Sehr verehrter Herr Senator,
unser herzliches Dankeschön für das Geschenkabonnement Ihrer Zeitschrift! Gerne schließen wir Sie und Ihre Mitarbeiter in unser Gebet mit ein.
Wir versichern Sie unserer Wertschätzung für all das, was Sie vor Gott und vielen Brüdern in Christus vollbringen.
Hochachtungsvoll,
Die Klarissen von Imola
AUGUSTINERINNEN VOM KLOSTER SANTA CROCE
Figline Valdarno, Florenz
Ihr Brief hat uns an die Briefe erinnert, die wir von Giorgio La Pira
bekommen haben
Verehrter Herr Senator,
Professor Giulio Andreotti,
et si mihi liceat lieber Freund und Bruder im Herrn Jesus Christus, mit großer Freude schließen wir uns dem ehrlichen Dank der italienischen Klausurschwestern für Ihren schönen Brief und das Geschenkabonnement der Zeitschrift 30Tage in Kirche und Welt an. Unsere Bibliothek wurde so um ein neues Kommunikationsmittel bereichert, das uns erlaubt, stets über die kleinen und großen Ereignisse aus der Welt der Kirche informiert zu sein. Ihr Brief mit der Bitte um unser Gebet in einer Welt, in der das Böse immer mehr die Oberhand zu gewinnen scheint, erinnert mich an die Nachkriegszeit, als der „heilige Bürgermeister“ Giorgio La Pira uns Klausurschwestern, in einem für Italien und die ganze Welt überaus schwierigen Moment (von mir sorgfältig aufbewahrte), Briefe schickte, in denen er einfach nur um unser Gebet bat, auf daß der Herr mit seinem Heiligen Geist all jene erleuchte, in deren Händen das Schicksal der Völker lag, damit sie mit immer größerer Gerechtigkeit und Liebe für das Wohl der Menschen wirkten. Das freute uns ganz besonders, weil er einer der wenigen Laien war, der überzeugt war, daß wir auch hinter unseren Klostermauern (was Sie uns nun erneut bestätigen) viel tun können für das Wohl der Menschheit in einer Welt, wo nur praktische Aktivitäten einen Wert zu haben scheinen. Unser Kloster- und Klausurleben schmälert keineswegs unsere Frauenwürde, weil wir im Innern der Kirche eine sehr präzise Rolle haben; schwierig ist nur, das jenen verständlich zu machen, die in der Alltagsdimension leben.
Ihr Brief mit der Bitte, unserem Schweigen Stimme zu verleihen, erinnert mich an die Worte unseres verstorbenen Papstes Johannes Paul II., der uns ermahnte, keine Angst zu haben und Christus die Tore zu öffnen. Eine Ermahnung, die ich an alle Jugendlichen weitergeben möchte, damit sie der Aufforderung Christi nachkommen, ihm nachzufolgen.
Nach mehr als 50 Jahren religiösen Lebens erneuern ich und meine Mitschwestern jeden Morgen unser ehrliches, dem Herrn gegebenes Ja. Wie am ersten Tage. Wie sehr wünsche ich doch, daß auch andere Frauen diese Erfahrung machen und die Gabe des geweihten Lebens erkennen mögen.
Danke, daß Sie uns durch Ihre Zeitschrift bekannt gemacht und es mir erlaubt haben, Ihnen sozusagen hier „mein Herz auszuschütten“ – gleichsam wie einem Freund, dem das Leben zwar seine Prüfungen auferlegt hat, der aber stets an den Wert und die Kraft des Gebets geglaubt hat.
Gerne schließen wir Sie in unser Gebet mit ein, in Dankbarkeit für Ihre besondere, uns, unserer geliebten Heimat und der ganzen Welt entgegengebrachte Aufmerksamkeit.
Christus ergeben,
Schwester Angelica Pruneti O.S.A. und Mitschwestern
benediktinerinnen von der ewigen anbetung
vom kloster „SAN BENEDETTO“
Catania
30Tage
öffnet uns Herz und Verstand
Verehrter Herr Senator Giulio Andreotti,
wieder einmal empfinden wir das Bedürfnis, Ihnen im Namen aller Klausurschwestern Italiens ein herzliches Dankeschön zu sagen! Wir kommen nicht umhin festzustellen, wie tiefgründig der Inhalt der von Ihnen geleiteten Zeitschrift ist. Das, was wir dort lesen können, öffnet uns Herz und Verstand, weil wir wissen, daß es – im Gegensatz zu gewissen Zeitungen und Zeitschriften – wahr, authentisch und richtig ist.
Der Herr vergelte Ihnen und Ihren Mitarbeitern Ihre Großzügigkeit!
Hochachtungsvoll,
Mutter Oberin und Gemeinschaft
KLARISSEN VOM KLOSTER „SANTISSIMO SALVATORE“
Fucecchio, Florenz
Wir bieten dem Herrn unser Tagwerk und unser Gebet an, damit er Sie noch viele Jahre unterstützt
Sehr geehrter Herr Senator,
ich bin die Nichte von Pater Agostino Zambonati; mein lieber Onkel hat mich schon als Kind immer daran gemahnt, für Sie und für die Politiker zu beten. Meinen herzlichen Dank für Ihre schöne und wertvolle Zeitschrift 30Tage.
Ich bin immer noch die Verantwortliche für diese kleine Gemeinschaft, die mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Wir bieten dem Herrn unser Tagwerk und unser Gebet an, damit er Sie noch viele Jahre unterstützt und Sie allen, Jungen und Alten, ein Vorbild der Kraft und des Mutes sein können. Wieviel Stärke haben Sie in den Zeiten der Prüfung doch gezeigt! Machen Sie weiter so, Herr Senator! Wir fühlen uns Ihnen verbunden und beten gerne für Sie und Ihre Lieben. Noch einmal vielen Dank für Ihre Zeitschrift!
Der Herr sei Ihre stete Quelle der Kraft! Ergebenst in Christus,
Schwester Giovanna Maria Zanzi
UNBESCHUHTE KARMELITINNEN VOM Kloster SANTA TERESA
San Colombano, Lucca
Vielen Dank für das Geschenkabonnement von 30Tage, das wir – zu unserer großen Überraschung – seit einiger Zeit erhalten
Verehrter Herr Senator,
mit etwas Verspätung möchte ich Ihnen unser herzliches Dankeschön für die Zeitschrift 30Tage aussprechen, die wir – zu unserer großen Überraschung – nun schon seit einiger Zeit erhalten. Die Zeitschrift ist sehr schön und hilft uns, die aktuellen Probleme unserer Welt mit offenem Blick zu betrachten.
Besonders schön sind die Nummern 4 und 5, die hauptsächlich dem geliebten Papst Johannes Paul II. gewidmet sind, der von dieser Welt zum Vater gegangen ist, wie auch unserem neuen Papst Benedikt XVI.
Seien Sie also nicht nur unserer Dankbarkeit, sondern auch unseres Gebets versichert.
Mit freundlichen Grüßen,
Schwester Francesca Teresa vom Kinde Jesus, Oberin
kleine schwestern vom kloster SAN FRANCESCO DI PAOLA
Grottaferrata, Rom
Wir fühlen uns als die Geringsten im Haus des Herrn, mit einem großen Herzen, das die ganze Welt umarmt
Sehr geehrter Herr Senator Giulio Andreotti,
zunächst einmal meinen herzlichen Dank für die tiefe Wertschätzung, die Sie für unser Charisma des kontemplativen Lebens zum Ausdruck gebracht haben, für uns Klausurschwestern und unser Leben des Gebets für das Wohl der ganzen Welt.
Herzlichen Dank auch für den Brief, den Sie an uns geschrieben haben und für das Geschenkabonnement der Monatszeitschrift 30Tage, die wir sehr schätzen, weil sie so unparteiisch die delikaten Probleme angeht, die sich in einer Welt voller falscher Propheten stellen, die Tag für Tag versuchen, unsere heiligsten Werte zu untergraben und die Irrtümer neuer Ideologien zu verbreiten.
Wir hoffen, daß Ihre Zeitschrift neue Liebhaber findet. Menschen, die das Verdienst einer christlichen Zeitschrift zu schätzen wissen, die sich so unerschrocken auch den heikelsten Problemen unserer Gesellschaft stellt.
Ihnen, Herr Senator, und der ganzen Redaktion ein herzliches Dankeschön. Gerne schließen wir Sie in unsere Gebete mit ein; der Herr möge Ihnen bei Ihrer schwierigen Aufgabe behilflich sein, die Wahrheit zu verbreiten, auch wenn das oft bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen. Wir fühlen uns als die Geringsten im Haus des Herrn, aber mit einem Herzen, das so groß ist, daß die ganze Welt darin Platz hat, und wie Moses auf dem Berg wollen wir bei Gott für alle unsere Brüder und Schwestern auf der Welt Fürsprache halten.
Mit herzlichen Grüßen an Sie und die gesamte Redaktion
Hochachtungsvoll,
Schwester Maria Concezione Sanna O.M., Oberin, und die Kleinen Schwestern vom Kloster San Francesco di Paola
benediktinerinnen vom kloster SANTA MARGHERITA
Fabriano, Ancona
Jesus gibt uns alles, was wir brauchen! Danke für Ihre schöne Zeitschrift
Sehr geehrter Herr Senator,
erst vor ein paar Tagen habe ich gemerkt, daß uns die Zeitschrift 30Tage gratis zugesandt wird, und da habe ich mir gesagt: Gott sei Dank! Sie hat mir schon immer sehr gefallen, nur leider konnten wir uns kein Abonnement leisten: ich kann Gott also nur danken, und möchte jetzt auch Ihnen und Ihren Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön sagen!
Jesus ist unendliche Güte und Vorsehung! Er gibt uns alles, was wir brauchen.
Wir beten für den Frieden, woran uns schon unser heiliger Vater Benedikt gemahnte: ora, labora et pax!
Ergebenst in Jesus Christus,
Mutter Raffaella Pagliarini O.S.B., Äbtissin
visitanTinnen vom kloster VISITATION
Alzano Lombardo, Bergamo
Wir bieten Ihnen unser Gebet und unser Tagwerk an
Verehrter Herr Senator,
vielen herzlichen Dank für die anerkennenden Worte, die Sie für unsere schöne und heilige Berufung gefunden haben und für das von uns sehr geschätzte Geschenkabonnement der Zeitschrift 30Tage in Kirche und Welt! Wir sind eine kleine Gemeinschaft, neun Schwestern, die alle schon recht betagt sind; gerne bieten wir Ihnen unser Gebet und unser Tagwerk an; gerne sind wir auch zu einer direkten Kollaboration bereit, die zu einer besseren Kenntnis der Realität der Klausurgemeinschaften beitragen könnte.
Unseren herzlichen Dank für Ihr Interesse, gerne schließen wir Sie in unser Gebet mit ein. Gelobt sei Gott!
Mutter Maria Clementina Merzi
KAPUZINERKLARISSEN VOM KLOSTER „SAN GIUSEPPE“
Mestre, Venedig
Das in einer einzigen Geste ausgedrückte Wohlwollen
Verehrter Herr Senator,
Dankbar haben die Kapuzinerklarissen vom Kloster San Giuseppe das Geschenkabonnement der Zeitschrift 30Tage erhalten und wollen Ihnen für das Wohlwollen danken, das Sie mit dieser Geste zum Ausdruck gebracht haben. Gerne versichern wir Sie unseres Gebets für Sie und Ihre Angehörigen.
Herzlichst,
Schwester Chiara und Mitschwestern
KLARISSEN VOM KLOSTER ST. CLARA
Limbach-Balsbach, Deutschland
Unsere „Starke Stimme aus der Stille“ ist nach wie vor unser Beten
Sehr geehrter Herr Andreotti,
nachdem wir von Ihnen eine Zeitschrift in deutscher Sprache erhalten, nehme ich an, dass Sie auch einen Brief in deutscher Sprache verstehen.
Zuerst möchten wir Ihnen ganz herzlich danken für die Zusendung Ihrer Zeitschrift 30GIORNI, die wir mit viel Interesse gelesen haben. Sie wünschen sich von uns Kontemplativen „spezifische Hilfestellungen“ und „direkte Kollaboration“. Wie das aussehen soll können wir uns nicht so recht vorstellen. Unsere „Starke Stimme aus der Stille“ ist nach wie vor unser Beten in den verschiedensten Anliegen der Menschen,der Kirche und der Welt. Unsere Wohltäter, zu denen Sie mit Ihrer Zeitschrift nun auch gehören, erhalten unser besonderes Gebetsgedenken, da wir ja nur durch deren Hilfe unser kontemplatives Leben leben können.
Ab und zu wirken wir auch ganz konkret in die Kirche und Welt hinein, so zum Beispiel im „Jahr der Eucharistie“, wo wir unser aus der Meditation entstandenes Büchlein über die hlst. Eucharistie neu aufgelegt und in zig tausend Exemplaren versandt haben.Wir erlauben uns, Ihnen als kleines Zeichen eines äußeren Dankes ein Exemplar in deutscher und eines in spanischer Sprache zuzusenden. In italienischer Sprache haben wir es leider nicht, die spanischen sind auch zu Ende.
Unser Dank an Sie wird unser Gebet für Sie und Ihr Wirken in Kirche und Welt sein. Gott segne Sie!
Mit herzlichen Grüßen
Sr. Ancilla Fischer, Äbtissin
TRAPPISTINNNEN VOM KLOSTER GETHSEMANI
Dannenfels-Pfalz, Deutschland
Wir leben hier in der Nordpfalz
in der Diaspora in einem stark säkularisierten Umfeld
Sehr geehrter Herr Senator!
Zunächst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich Ihnen in Deutsch antworte, aber leider spricht niemand in unserer Kommunität Ihre schöne italienische Sprache.
Dann danke ich Ihnen vielmals für Ihren Brief und für die Zusendung des Geschenkabonnements Ihrer interessanten Monatszeitschrift „30Giomi nella Chiesa e nel mondo“, beides liebenswürdigerweise in deutscher Sprache.
Sie bitten uns um zwei Beiträge zu Ihrer Arbeit. Unser Gebet will ich Ihnen gern versprechen, um damit Ihre fundierte und faire Berichterstattung über Kirche und Welt zu unterstützen. Wir freuen uns auch über Ihre positive Einschätzung unseres monastisch kontemplativen Lebens.
Dagegen finde ich es schwierig, Entwicklungslinien für die Zukunft zu zeichnen. Ich denke aber, dass unser Heiliger Vater recht hat, wenn er der Meinung ist, es werde keinen „clash of civilizations“ geben; die Auseinandersetzung werde in Zukunft vielmehr zwischen den Menschen verlaufen, die an Gott glauben und denen, die nicht glauben. Deshalb schätze ich seine Bereitschaft zu einem von Wahrheit und Liebe geprägten Dialog mit Menschen aller Religionen und Kulturen.
In Europa stehen wir vor dem Problem, dass der christliche Glaube immer mehr schwindet. Die Kirche hat die schwierige Aufgabe, einerseits die Gläubigen in ihrem Glauben zu stärken, andererseits aber auch – wie es in Italien bereits geschieht in einen offenen Dialog einzutreten mit allen Menschen, die darüber nachdenken, welche Werte das Fundament unserer Gesellschaft bilden müssen. Das ist auch eine Herausforderung für die Klöster als Stätten geistlichen Lebens in der Kirche.
Wir leben hier in der Nordpfalz in der Diaspora in einem stark säkularisierten Umfeld. Dabei erfahren wir einerseits schmerzlich, was Katholiken und Protestanten trennt; andererseits schätzen auch protestantische Kirchengemeinden unsere künstlerischen Arbeiten und die Paramente, unsere Präsenz überhaupt, und so ergeben sich oft anregende Gespräche über das spirituelle Leben. Wir haben aber auch mit Menschen zu tun, die dem Glauben und der Kirche fernstehen. In unserem kleinen Gästehaus nehmen wir vor allem Menschen auf, die in einer Atmosphäre der Stille mit uns beten und ihren Glauben vertiefen wollen.
Als klösterliche Gemeinschaft, die nach der Regel des heiligen Benedikt lebt, liegt uns eine würdige Feier der Liturgie sehr am Herzen, weil darin das Geheimnis der Zuwendung Gottes zu uns Menschen deutlich wird. Diesem Anliegen dient auch unsere Arbeit, das kreative Gestalten von Paramenten. Unsere Paramente entstehen aus der Beschäftigung mit dem Wort Gottes, die Arbeit daran wird vom Gebet begleitet, und sie sollen eine Hilfe dazu sein, die Gläubigen in den Geist der Liturgie hineinzuführen. Auch unsere Paramente sind also ein Zeugnis der Verkündigung.
Aber – und damit bin ich bei Ihrer Frage nach unserem Verständnis von Klausur – um diesen Dienst für Gott und seine Kirche tun zu können, müssen wir „zuhause" sein. Ich denke dabei an das, was der heilige Gregor der Große meinte, als er über den Mönchsvater Benedikt sagte: „Er wohnte bei sich selbst“. Diese Stabilitas, die nicht nur den Ort meint, sondern letztlich das in Gott ruhende Herz, ist heute ebenso wichtig wie in der Zeit der Völkerwanderung. Und das Leben in Klausur fördert und schützt die Stabilitas und stärkt die Treue.
Diese Stabilitas, das treue Ausharren an einem Ort, in einer Gemeinschaft, in der Lebensentscheidung für Gott, ist ein wichtiges Zeugnis für die Menschen in unserer unruhigen Zeit. Sie ist vor allem ein Zeugnis für die Existenz Gottes. Denn ohne unseren Glauben an Gott wäre das Ausharren im monastisch kontemplativen Leben nicht nur sinnlos, sondern auch unmöglich. Das berühmte Wort des heiligen Augustinus gilt noch immer: „Du hast uns auf dich hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Gott“.
Im Gebet bleiben wir Ihnen und Ihren Anliegen verbunden und wünschen Ihnen Gottes Segen für Ihre Arbeit. Sie können auf unser Gebet zählen!
Mit dankbaren Grüßen
Sr. Praxedis Dalpke OCSO