Kurznachrichten
DE GASPERI UND DER PAPST DER KINDER

Titelseite des Buches Pio XII, il Papa dei bambini von Margherita Marchione, Shalom Verlag.
Papst
Die väterliche und mütterliche Hand des Herren Lesen Sie hier einen Satz aus der Mittwochsaudienz von Johannes Paul II. vom 28. April. Den Kommentar zu Psalm 26, die Bitte eines unschuldig Verfolgten: „Wir wollen die alten, kranken und verlassenen Personen, die nie eine Liebkosung erhalten, an diese Worte des Psalmisten und des Propheten erinnern, damit sie die väterliche und mütterliche Hand des Herrn spüren, die still und voll Liebe ihre leidenden und vielleicht tränenbenetzten Gesichter berührt“ (zitiert nach Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr 19/2004, S. 2).
Kirche/1
Savio, ein Leben voller Dankbarkeit und Staunen „Ich bin über alle Maßen mit Gott zufrieden. Es ist eine derart unaufhörliche Überraschung, daß ich mir voller Überzeugung sagen konnte, in jedem Moment sein volles Maß empfangen zu haben. Ich hätte jederzeit von dieser irdischen Welt Abschied nehmen können, und wäre voller Dankbarkeit und Staunen gewesen“. Wenige, mit leiser, verhaltener Stimme gesagte Worte: das ist das geistliche Testament von Vincenzo Savio, Bischof von Belluno-Feltre, der am 31. März nach langer Krankheit verstorben ist. Bevor er von diesem Leben Abschied nahm, ließ er alle Priester seiner Diözese zu sich rufen, um einen jeden von ihnen um Vergebung zu bitten und dann mit ihnen zusammen zu beten. Er starb beim Gesang des Magnifikat.
Kirche/2
Augustinus, der Grund für seine Aktualität Die italienische Tageszeitung Il Sole 24 Ore widmete sich in ihrer Ausgabe vom 1. Mai ausgiebig dem Thema der geistlichen und moralischen Identität der Europäischen Union – am Tag ihrer Osterweiterung. Von den Augustinus gewidmeten Artikeln fällt besonders der von Roberta De Monticelli auf, der im Untertitel wie folgt definiert ist: „‚Nur, was den Geist erfreut, nährt ihn auch‘“: in diesem Motto liegt der Schlüssel seiner Aktualität.“
Kardinäle
Rücktritt Connells Am 26. April wurde dem Rücktrittsgesuch von Kardinal Desmond Connell, der am 24. März 78 Jahre alt wurde, von seinem Amt als Erzbischof von Dublin stattgegeben. An seine Stelle tritt Diarmuid Martin, 59, seit Mai 2003 Koadjutor in der irischen Erzdiözese.
NeokonservatiVE/1
Militärideologie In der italienischen Tageszeitung la Stampa (1. Mai) endet ein Leitartikel von Angelo Benessia (Titel: Wer sind die Gerechten), der die spannungsgeladene Situation auf unserer Welt analysiert, mit der Schlußfolgerung, daß die „Menschenrechte in einer endlosen Spirale der Gewalt erdrückt werden. Die Militärideologie der ‚neocons‘ nährt die dämonische Vision des Westens und schwächt die reformistischen Kräfte des Islam“.
NeokonservatiVE/2
Libertär-demokratischer Fundamentalismus Hier ein Auszug aus einem langen Beitrag zur Irakkrise. Geschrieben hat ihn Präsident Francesco Cossiga für la Stampa am 1. Mai. „Ich glaube nicht an den ‚globalen amerikanischen Imperialismus‘; die einzigen Quadratmeter europäischen Territoriums, die seit dem zweiten Weltkrieg von Amerikanern – im Unterschied zur Sowjetunion – besetzt werden, sind die Gräber der jungen Amerikaner, die für unsere Freiheit gefallen sind. Aber ich fürchte den ‚libertär-demokratischen Fundamentalismus‘ dieser Evangelicals und ihre gefährliche Utopie, so typisch für jede aus einem Volksaufstand geborene Nation, jeden solchen Staat, die ihre (bzw. unsere!) Demokratie und Freiheit im Namen der ‚Wahrheit‘ überallhin exportieren kann, auch mit Gewalt.“
Ernennungen/1
Redaelli und Stucchi Weihbischöfe in Mailand. Abt D’Onorio wird Bischof. Stagni in Faenza
Am 8. April wurden zwei Weihbischöfe für die Erzdiözese Mailand ernannt. Sie heißen Roberto Maria Redaelli und Luigi Stucchi. Der 48jährige Mailänder Stucchi ist seit 1980 Priester, schloß 1988 sein Studium des Kirchenrechts an der Gregoriana ab. Seit Anfang 2004 ist er Generalvikar. Er hat bereits verschiedene Artikel, und auch einen Text, Gli enti religiosi, bei Sole24Ore veröffentlicht. Der 63jährige Stucchi aus Sulbiate in Brianza ist seit 1966 Priester und seit 2003 Bischofsvikar von Varese.
Am 13. April wurde der 64jährige Dom Fabio Bernardo D’Onorio, seit 1983 Abt von Montecassino, zum Bischof ernannt. D’Onorio trat im Alter von 13 Jahren in das berühmte Benediktinerkloster ein, legte 1962 sein Ordensgelübde ab und wurde 1966 zum Priester geweiht.
Am 26. April wurde Claudio Stagni zum Bischof von Faenza-Modigliana ernannt. Der 65Jährige stammt aus der Diözese Bologna, ist seit 1963 Priester und seit 1990 Weihbischof.
Ernennungen/2
Neuer Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Kultur, erstmals eine Frau Untersekretärin einer Kongregation
Am 14. April wurde der Spanier Melchor Sanchez de Toca y Alameda zum Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Kultur ernannt. Er war bereits als Büroleiter dieses Rates tätig.
Am 24. April wurde die Salesianerin Schwester Enrica Rosanna von den Töchtern Mariae, Hilfe der Christen, zur Untersekretärin der Kongregation für die Institute geweihten Lebens ernannt. Damit wird zum ersten Mal eine Frau Leiterin einer Vatikanischen Abteilung mit Jurisdiktions-Befugnis. Schwester Rosanna, vor 66 Jahren in Busto Arsizio in der Gemeinde Varese geboren, seit Jahren Direktorin des Auxiliums, ist Religionssoziologin und Expertin im Bereich der pädagogischen Wissenschaften. Ihre Fachkenntnis ist gemeinhin anerkannt; sie wurde in der Vergangeneheit bereits als Expertin zu verschiedenen Bischofsversammlungen herangezogen und war Mitglied der Kommission der Weisen, die der damalige Kultusminister Luigi Berlinguer ins Leben gerufen hatte. Die Frauen scheinen im Vatikan also zusehends aktiv zu werden. Am 6. März wurden zwei Theologinnen in die Internationale Theologenkommission, unter der Leitung von Kardinal Ratzinger, aufgenommen, und am 9. März ernannte der Papst die amerikanische Professorin Mary Ann Glendon zur Präsidentin der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften.
Diplomatie/1
Neuer Nuntius in der Ukraine, in Madagaskar, Algerien, Haiti und Indonesien Am 22. April wurde der slowenische Erzbischof Ivan Jurkovic zum neuen Nuntius in der Ukraine ernannt. Jurkoviv, seit 1977 Priester und seit 1984 im diplomatischen Dienst des Vatikan, war bereits in den Nuntiaturen von Korea, Kolumbien, Rußland und im Staatssekretariat tätig. Seit 2001 ist er Nuntius in Weißrußland.
Ebenfalls am 22. April wurde der 58jährige Erzbischof Augustine Kasujja aus Uganda zum apostolischen Nuntius in Madagaskar und auf den Seychellen ernannt, sowie zum apostolischen Delegaten für die Komoren und La Reunion. Kasujja, seit 1973 Priester und seit 1979 im diplomatischen Dienst, war bereits in den päpstlichen Vertretungen in Argentinien, Haiti, Bangladesch, Portugal, Peru, Trinidad, Tobago und Algerien tätig. Seit 1998 ist er Nuntius in Algerien und Tunesien.
Am 22. April wurde der 63jährige Taiwaner Erzbischof Thomas Yeh Sheng-nan zum Nuntius in Algerien und Tunesien ernannt. Priester seit 1971, im diplomatischen Dienst des Vatikan seit 1976, hat er in den Nuntiaturen von Nicaragua, Sri Lanka, Sambia, Algerien, dem Irak, Australien, Senegal und Großbritannien gearbeitet. Seit 1998 ist er Nuntius in Sri Lanka.
Am 27. April wurde Mario Giordana, 62 Jahre, aus der Provinz Cuneo, zum Erzbischof und Nuntius in Haiti ernannt. Giordana, der 1967 die Priesterweihe empfing, hat Kirchenrecht studiert und steht seit 1976 im diplomatischen Dienst. Er war in Indonesien, im Staatssekretariat, in der Schweiz, in Frankreich, Österreich und zuletzt in Italien tätig.
Am 29. April wurde der 57jährige Erzbischof Patabendige Don Albert Malcom Ranjith, aus Sri Lanka, zum Nuntius in Indonesien und Ost-Timor ernannt. Ranjith ist seit 1975 Priester, wurde 1991 Weihbischof in Kolumbien und 1995 Bischof von Ratnapura. Im Oktober des Jahres 2001 wurde er an die Römische Kurie gerufen, wo man ihn mit dem Amt des beigeordneten Sekretärs von Propaganda Fide und dem des Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke betraute.
Diplomatie/2
Neue Botschafterin für die Philippinen
Am 19. April überreichte die neue Botschafterin der Philippinen am Hl. Stuhl ihr Beglaubigungsschreiben. Es handelt sich um Frau Leonida L. Vera. Die 69jährige hat Wirtschaftswissenschaften studiert und ist auch in der Wohlfahrt engagiert. Derzeit ist sie Mitglied der Caritas-Direktion in Manila. In seiner Willkommensrede wies der Papst u.a. darauf hin, daß Armut und Terrorismus weiterhin großes Leid über die Philippinen brächten, und daß nur der Dialog eine Basis für eine friedliche und harmonische Gesellschaft schaffen könne.
Die Rede von Botschafterin Vera endete mit einem –für Diplomatiekreise – ungewöhnlich persönlichen Kommentar: „Ich möchte unmißverständlich und ohne Vorbehalte festhalten, daß ich vor allem eine Tochter der Kirche bin – und dann erst Repräsentantin der Philippinischen Republik. Am Ende meines Mandats als Botschafterin möchte ich nur als Tochter der Kirche und Dienerin Gottes, nichts weiter, in Erinnerung behalten werden“.
Die väterliche und mütterliche Hand des Herren Lesen Sie hier einen Satz aus der Mittwochsaudienz von Johannes Paul II. vom 28. April. Den Kommentar zu Psalm 26, die Bitte eines unschuldig Verfolgten: „Wir wollen die alten, kranken und verlassenen Personen, die nie eine Liebkosung erhalten, an diese Worte des Psalmisten und des Propheten erinnern, damit sie die väterliche und mütterliche Hand des Herrn spüren, die still und voll Liebe ihre leidenden und vielleicht tränenbenetzten Gesichter berührt“ (zitiert nach Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr 19/2004, S. 2).
Kirche/1
Savio, ein Leben voller Dankbarkeit und Staunen „Ich bin über alle Maßen mit Gott zufrieden. Es ist eine derart unaufhörliche Überraschung, daß ich mir voller Überzeugung sagen konnte, in jedem Moment sein volles Maß empfangen zu haben. Ich hätte jederzeit von dieser irdischen Welt Abschied nehmen können, und wäre voller Dankbarkeit und Staunen gewesen“. Wenige, mit leiser, verhaltener Stimme gesagte Worte: das ist das geistliche Testament von Vincenzo Savio, Bischof von Belluno-Feltre, der am 31. März nach langer Krankheit verstorben ist. Bevor er von diesem Leben Abschied nahm, ließ er alle Priester seiner Diözese zu sich rufen, um einen jeden von ihnen um Vergebung zu bitten und dann mit ihnen zusammen zu beten. Er starb beim Gesang des Magnifikat.
Kirche/2
Augustinus, der Grund für seine Aktualität Die italienische Tageszeitung Il Sole 24 Ore widmete sich in ihrer Ausgabe vom 1. Mai ausgiebig dem Thema der geistlichen und moralischen Identität der Europäischen Union – am Tag ihrer Osterweiterung. Von den Augustinus gewidmeten Artikeln fällt besonders der von Roberta De Monticelli auf, der im Untertitel wie folgt definiert ist: „‚Nur, was den Geist erfreut, nährt ihn auch‘“: in diesem Motto liegt der Schlüssel seiner Aktualität.“
Kardinäle
Rücktritt Connells Am 26. April wurde dem Rücktrittsgesuch von Kardinal Desmond Connell, der am 24. März 78 Jahre alt wurde, von seinem Amt als Erzbischof von Dublin stattgegeben. An seine Stelle tritt Diarmuid Martin, 59, seit Mai 2003 Koadjutor in der irischen Erzdiözese.
NeokonservatiVE/1
Militärideologie In der italienischen Tageszeitung la Stampa (1. Mai) endet ein Leitartikel von Angelo Benessia (Titel: Wer sind die Gerechten), der die spannungsgeladene Situation auf unserer Welt analysiert, mit der Schlußfolgerung, daß die „Menschenrechte in einer endlosen Spirale der Gewalt erdrückt werden. Die Militärideologie der ‚neocons‘ nährt die dämonische Vision des Westens und schwächt die reformistischen Kräfte des Islam“.
NeokonservatiVE/2
Libertär-demokratischer Fundamentalismus Hier ein Auszug aus einem langen Beitrag zur Irakkrise. Geschrieben hat ihn Präsident Francesco Cossiga für la Stampa am 1. Mai. „Ich glaube nicht an den ‚globalen amerikanischen Imperialismus‘; die einzigen Quadratmeter europäischen Territoriums, die seit dem zweiten Weltkrieg von Amerikanern – im Unterschied zur Sowjetunion – besetzt werden, sind die Gräber der jungen Amerikaner, die für unsere Freiheit gefallen sind. Aber ich fürchte den ‚libertär-demokratischen Fundamentalismus‘ dieser Evangelicals und ihre gefährliche Utopie, so typisch für jede aus einem Volksaufstand geborene Nation, jeden solchen Staat, die ihre (bzw. unsere!) Demokratie und Freiheit im Namen der ‚Wahrheit‘ überallhin exportieren kann, auch mit Gewalt.“
Ernennungen/1
Redaelli und Stucchi Weihbischöfe in Mailand. Abt D’Onorio wird Bischof. Stagni in Faenza
Am 8. April wurden zwei Weihbischöfe für die Erzdiözese Mailand ernannt. Sie heißen Roberto Maria Redaelli und Luigi Stucchi. Der 48jährige Mailänder Stucchi ist seit 1980 Priester, schloß 1988 sein Studium des Kirchenrechts an der Gregoriana ab. Seit Anfang 2004 ist er Generalvikar. Er hat bereits verschiedene Artikel, und auch einen Text, Gli enti religiosi, bei Sole24Ore veröffentlicht. Der 63jährige Stucchi aus Sulbiate in Brianza ist seit 1966 Priester und seit 2003 Bischofsvikar von Varese.
Am 13. April wurde der 64jährige Dom Fabio Bernardo D’Onorio, seit 1983 Abt von Montecassino, zum Bischof ernannt. D’Onorio trat im Alter von 13 Jahren in das berühmte Benediktinerkloster ein, legte 1962 sein Ordensgelübde ab und wurde 1966 zum Priester geweiht.
Am 26. April wurde Claudio Stagni zum Bischof von Faenza-Modigliana ernannt. Der 65Jährige stammt aus der Diözese Bologna, ist seit 1963 Priester und seit 1990 Weihbischof.
Ernennungen/2
Neuer Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Kultur, erstmals eine Frau Untersekretärin einer Kongregation
Am 14. April wurde der Spanier Melchor Sanchez de Toca y Alameda zum Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Kultur ernannt. Er war bereits als Büroleiter dieses Rates tätig.
Am 24. April wurde die Salesianerin Schwester Enrica Rosanna von den Töchtern Mariae, Hilfe der Christen, zur Untersekretärin der Kongregation für die Institute geweihten Lebens ernannt. Damit wird zum ersten Mal eine Frau Leiterin einer Vatikanischen Abteilung mit Jurisdiktions-Befugnis. Schwester Rosanna, vor 66 Jahren in Busto Arsizio in der Gemeinde Varese geboren, seit Jahren Direktorin des Auxiliums, ist Religionssoziologin und Expertin im Bereich der pädagogischen Wissenschaften. Ihre Fachkenntnis ist gemeinhin anerkannt; sie wurde in der Vergangeneheit bereits als Expertin zu verschiedenen Bischofsversammlungen herangezogen und war Mitglied der Kommission der Weisen, die der damalige Kultusminister Luigi Berlinguer ins Leben gerufen hatte. Die Frauen scheinen im Vatikan also zusehends aktiv zu werden. Am 6. März wurden zwei Theologinnen in die Internationale Theologenkommission, unter der Leitung von Kardinal Ratzinger, aufgenommen, und am 9. März ernannte der Papst die amerikanische Professorin Mary Ann Glendon zur Präsidentin der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften.
Diplomatie/1
Neuer Nuntius in der Ukraine, in Madagaskar, Algerien, Haiti und Indonesien Am 22. April wurde der slowenische Erzbischof Ivan Jurkovic zum neuen Nuntius in der Ukraine ernannt. Jurkoviv, seit 1977 Priester und seit 1984 im diplomatischen Dienst des Vatikan, war bereits in den Nuntiaturen von Korea, Kolumbien, Rußland und im Staatssekretariat tätig. Seit 2001 ist er Nuntius in Weißrußland.
Ebenfalls am 22. April wurde der 58jährige Erzbischof Augustine Kasujja aus Uganda zum apostolischen Nuntius in Madagaskar und auf den Seychellen ernannt, sowie zum apostolischen Delegaten für die Komoren und La Reunion. Kasujja, seit 1973 Priester und seit 1979 im diplomatischen Dienst, war bereits in den päpstlichen Vertretungen in Argentinien, Haiti, Bangladesch, Portugal, Peru, Trinidad, Tobago und Algerien tätig. Seit 1998 ist er Nuntius in Algerien und Tunesien.
Am 22. April wurde der 63jährige Taiwaner Erzbischof Thomas Yeh Sheng-nan zum Nuntius in Algerien und Tunesien ernannt. Priester seit 1971, im diplomatischen Dienst des Vatikan seit 1976, hat er in den Nuntiaturen von Nicaragua, Sri Lanka, Sambia, Algerien, dem Irak, Australien, Senegal und Großbritannien gearbeitet. Seit 1998 ist er Nuntius in Sri Lanka.
Am 27. April wurde Mario Giordana, 62 Jahre, aus der Provinz Cuneo, zum Erzbischof und Nuntius in Haiti ernannt. Giordana, der 1967 die Priesterweihe empfing, hat Kirchenrecht studiert und steht seit 1976 im diplomatischen Dienst. Er war in Indonesien, im Staatssekretariat, in der Schweiz, in Frankreich, Österreich und zuletzt in Italien tätig.
Am 29. April wurde der 57jährige Erzbischof Patabendige Don Albert Malcom Ranjith, aus Sri Lanka, zum Nuntius in Indonesien und Ost-Timor ernannt. Ranjith ist seit 1975 Priester, wurde 1991 Weihbischof in Kolumbien und 1995 Bischof von Ratnapura. Im Oktober des Jahres 2001 wurde er an die Römische Kurie gerufen, wo man ihn mit dem Amt des beigeordneten Sekretärs von Propaganda Fide und dem des Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke betraute.
Diplomatie/2
Neue Botschafterin für die Philippinen
Am 19. April überreichte die neue Botschafterin der Philippinen am Hl. Stuhl ihr Beglaubigungsschreiben. Es handelt sich um Frau Leonida L. Vera. Die 69jährige hat Wirtschaftswissenschaften studiert und ist auch in der Wohlfahrt engagiert. Derzeit ist sie Mitglied der Caritas-Direktion in Manila. In seiner Willkommensrede wies der Papst u.a. darauf hin, daß Armut und Terrorismus weiterhin großes Leid über die Philippinen brächten, und daß nur der Dialog eine Basis für eine friedliche und harmonische Gesellschaft schaffen könne.
Die Rede von Botschafterin Vera endete mit einem –für Diplomatiekreise – ungewöhnlich persönlichen Kommentar: „Ich möchte unmißverständlich und ohne Vorbehalte festhalten, daß ich vor allem eine Tochter der Kirche bin – und dann erst Repräsentantin der Philippinischen Republik. Am Ende meines Mandats als Botschafterin möchte ich nur als Tochter der Kirche und Dienerin Gottes, nichts weiter, in Erinnerung behalten werden“.
SODANO IN VENEDIG: „BAUEN WIR BRÜCKEN ZUM ISLAM“

Die Kardinäle Angelo Scola, Angelo Sodano und Marco Cè vor der Basilika Santa Maria della Salute in Venedig.
BLASPHEMISCHER THRILLER BESTSELLER IN USA

Dan Brown, Il codice da Vinci, Mondadori, Mailand 2003, 534 Seiten, euro 18,60.