Spirituelle Lektüre
Wir bitten um Ihr Gebet
Die Redaktion von 30Tage bittet ihre Leser, besonders die Personen geweihten Lebens der Klausurklöster, für Don Giacomo Tantardini zu beten. Er befindet sich seit einigen Monaten wegen eines Lungentumors in ärztlicher Behandlung. Möge der Herr das Wunder der Heilung gewähren! Wir bitten alle Priester, die 30Tage schätzen, die heilige Messe mit diesem Anliegen zu feiern. Wir bitten alle Eltern, auch ihre Kinder ein Gebet sprechen zu lassen.

Christus bei den Kindern, Emil Nolde, Museum of Modern Art, New York.
Charles Péguy, Das Mysterium der unschuldigen Kinder
Nichts ist schöner als ein Kind, das einnickt, während es sein Gebet spricht, sagt Gott.
Ich sage euch, es gibt nichts Schöneres auf der Welt.
Und dabei habe ich viel Schönes gesehen auf der Welt.
Ich kenne mich aus. Meine Schöpfung ist übervoll mit Schönem.
Meine Schöpfung ist übervoll mit Wundern.
So vielen, dass man nicht weiß, was man mit diesen vielen Wundern machen soll.
Ich habe Millionen und Abermillionen von Gestirnen unter meinen Füßen kreisen sehen wie Meeressand.
Ich habe Tage gesehen glühend wie Flammen.
Sommertage, Tage im Juni, Juli und im August.
Ich habe Winterabende gesehen ausgebreitet wie ein Umhang.
Ich habe Sommerabende erlebt so ruhig und süß wie ein Paradiesregen
Mit Sternen bestreut.
Ich habe diese Hügel der Mosel und diese Kirchen gesehen, die mein Zuhause sind.
Und Paris und Reims und Rouen und Kathedralen, die meine Paläste sind, meine Schlösser.
So schön, dass ich sie im Himmel behalten werde.
Ich habe die Hauptstadt des Reiches in Rom gesehen, der Hauptstadt der Christenheit.
Ich habe die Gesänge der Messe und triumphaler Vespern gehört.
Ich habe die Ebenen und die Täler Frankreichs gesehen.
Die das Schönste sind.
Ich habe das tiefe Meer gesehen, den tiefen Wald, das tiefe Herz des Menschen.
Ich habe Herzen gesehen, die sich verzehrt haben vor Liebe
Ihr ganzes Leben lang
Liebesbegeisterte.
Die brannten wie Flammen:
Ich habe Märtyrer gesehen so beseelt vom Glauben
Dass sie standhielten im Schraubstock des Peinigers
Zwischen den Zähnen aus Eisen
(Wie ein Soldat sein ganzes Leben lang allein ausharrt
Aus Glauben
An seinen (augenscheinlich) abwesenden General)
Ich habe Märtyrer gesehen, die wie Fackeln brannten
So die immergrünen Siegespalmen bereitend.
Ich habe zwischen den eisernen Zähnen herabtropfen sehen
Blutstropfen schillernd wie Diamanten.
Ich habe Tränen der Liebe vergießen sehen
Die länger dauern als die Sterne am Himmel.
Und ich habe Blicke des Gebets gesehen, Blicke der Milde,
Liebesbegeisterte
Die auf ewig die Nacht erhellen.
Ich habe ganze Leben, von der Geburt bis zum Tod,
Von der Taufe bis zur Letzten Ölung,
sich abspulen sehen wie ein Wollknäuel.
Und doch kenne ich jetzt, sagt Gott, nichts Schöneres auf der Welt
Als ein kleines Kind, das einnickt über seinem Gebet
Unter den Flügeln des Schutzengels
Das mit einem Lächeln hinübergleitet ins Land der Träume.
Und schon alles durcheinanderbringt, und nur noch wirres Zeug sagt
Und die Worte des Vaterunser durcheinanderbringt, und mit dem Ave Maria verwechselt Den Worten des Ave Maria
Während sich über seine Lider bereits ein schwerer Schleier legt,
Über seinem Blick, seiner Stimme, der Schleier der Nacht.
Ich habe die größten Heiligen gesehen, sagt Gott. Nun gut, ich sage euch.
Ich habe nie etwas Komischeres, also Schöneres, gesehen auf der Welt
Als dieses Kind, das beim Beten einnickt
(Als dieses kleine Menschenwesen, das voller Zuversicht einschläft)
Und Vaterunser und Ave Maria durcheinanderbringt.
Nichts ist schöner, und darin stimmt selbst
Die Heilige Jungfrau mit mir überein.
In dieser Sache.
Und ich kann sagen, dass das der einzige Punkt ist, in dem wir einer Meinung sind. Denn normalerweise sind unsere Meinungen gegensätzlich.
Weil sie für die Barmherzigkeit ist.
Ich aber für die Gerechtigkeit sein muss.
Wie gut, sagt Gott, verstehe ich doch meinen Sohn. Mein Sohn hat das immer und immer wieder gesagt. (Weil man jedes Wort meines Sohnes ganz genau verstehen muss.) Sinite parvulos. Lasset sie kommen.
Sinite parvulos venire ad me. Lasset die Kinder zu mir kommen.
Die Kinder.
Und da wurden ihm Kinder gebracht, damit er ihnen die Hände auflegte und betete. Nun wurden sie von den Jüngern gerügt.
Aber Jesus sagte zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen: talium est enim regnum coelorum. Denn ihrer ist das Himmelreich. Ihnen, Kindern wie ihnen, gehört das Himmelreich.
Und nachdem er ihnen die Hände aufgelegt hatte, ging er von dannen.
Das Gebet der Großen, die – durch die Gnade – wieder wie die Kinder geworden sind
Die 15 Verheißungen des heiligen Rosenkranzes.
Was die Muttergottes dem sel. Alano della Rupe kundgetan hat:
- All jenen, die mit Andacht meinen Rosenkranz beten, verspreche ich meinen besonderen Schutz und übergroße Gnaden.
- Wer im Gebet meines Rosenkranzes ausharrt, wird große Gnaden erhalten.
- Der Rosenkranz wird ein mächtiger Schutz gegen die Hölle sein; die Laster zerstören, von der Sünde befreien, die Irrlehren zerstreuen.
- Der Rosenkranz wird die Tugenden und die guten Werke erblühen lassen und den Seelen die göttliche Barmherzigkeit im Überfluss erwirken; er setzt die Liebe zu Gott an die Stelle der Liebe zur Welt und erhebt die Herzen zum Verlangen nach den himmlischen und ewigen Gütern. Wie viele Seelen werden sich mit diesem Mittel heiligen!
- Wer sich mit dem Rosenkranz mir anvertraut, wird nicht zugrunde gehen.
- Wer mit Andacht meinen Rosenkranz betet und seine Geheimnisse meditiert, wird vom Unheil nicht niedergedrückt. Der Sünder wird sich bekehren; der Gerechte wird in der Gnade wachsen und des ewigen Lebens würdig werden.
- Die wahren Freunde meines Rosenkranzes werden nicht ohne die Sakramente der Kirche sterben.
- Wer meinen Rosenkranz betet, wird im Leben und im Tod das Licht Gottes finden, die Fülle seiner Gnaden; er wird teilhaben an den Verdiensten der Seligen.
- Eilend werde ich die meinem Rosenkranz treuen Seelen vom Fegefeuer befreien.
- Die wahren Kinder meines Rosenkranzes werden im Himmel in den Genuss großen Ruhmes kommen.
- Was ihr mit meinem Rosenkranz erbittet, werdet ihr erhalten.
- Wer meinen Rosenkranz verbreitet, wird in all seinen Bedürfnissen von mir unterstützt werden.
- Ich habe von meinem Sohn erwirkt, dass alle Mitglieder der Rosenkranzbruderschaft im Leben und im Tod als Brüder die Heiligen des Himmels zur Seite haben.
- All jene, die treu meinen Rosenkranz beten, sind meine geliebten Kinder, Brüder und Schwestern Jesu Christi.
- Der Eifer für meinen Rosenkranz ist ein wahres Zeichen der Auserwählung.
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