Startseite > Archiv > 05 - 2004 > „Die Jungfräulichkeit kam mit Maria in die Welt“
LEKTÜRE
Aus Nr. 05 - 2004

„Die Jungfräulichkeit kam mit Maria in die Welt“


So schreibt Pius XII. in seiner Enzyklika Sacra virginitas. Zum 50. Jahrestag des Dokuments über die geweihte Jungfräulichkeit hier einige vom Papst zitierte Texte von Kirchenvätern.


von Lorenzo Bianchi


Verkündigung des Herrn

Verkündigung des Herrn

„Die heilige Jungfräulichkeit und die vollkommene, dem Dienst des Herrn geweihte Keuschheit gehören für die Kirche gewiß zu den wertvollsten Schätzen, die ihr ihr Urheber, wie ein Erbe, hinterlassen hat. Aus diesem Grund betonten die Kirchenväter, daß die immerwährende Jungfräulichkeit ein vortreffliches Gut von wesentlich christlichem Charakter ist. [...] Die heiligen Väter – Cyprian, Athanasius, Ambrosius, Johannes Chrysostomos, Hieronymus und Augustinus, und viele andere – lobten die Jungfräulichkeit in ihren Schriften in den höchsten Tönen. Diese Lehre der heiligen Väter, bereichert noch im Laufe der Jahrhunderte von den Kirchenlehrern und den Meistern der christlichen Aszese, hatte gewiß auf die Christen beider Geschlechter großen Einfluß dabei, den Wunsch auszulösen und zu bekräftigen, sich Gott zu weihen mit der vollkommenen Keuschheit und bis zum Tode darin auszuharren“ (Sacra virginitas, 1.3).



Vor 50 Jahren, am 25. März 1954, Verkündigung des Herrn, veröffentlichte Papst Pius XII., im 16. Jahr seines Pontifikats, die Enzyklika Sacra virginitas. Sie besteht, nach der Einführung, aus drei großen Kapiteln: „Die Lehre der Kirche“, „Die Vernunftbasis der Jungfräulichkeit“, „Die Praxis der Jungfräulichkeit“, gefolgt von einer Schlußbemerkung, in der auf die Abnahme der Berufungen und auf die Verfolgung von Menschen geweihten Lebens hingewiesen wird. Diese Enzyklika ist, in chronologischer Reihenfolge, die letzte der fünf wichtigsten Enzykliken von Pius XII., nach Mystici Corporis vom 29. Juni 1943; Divino afflante Spiritu vom 30. September 1943; Mediator Dei vom 20. November 1947; und Humani generis vom 12. August 1950.
Wir wollen hier nun die Enzyklika Pius’ XII. Sacra virginitas – durch vom Papst aufgeführte Zitate aus den Schriften der Kirchenväter – Revue passieren lassen. Mit Worten aus der Enzyklika als „Vorwort“ und in chronologischer Reihenfolge nach Autoren eingeteilt: Cyprian, Bischof von Karthago, wo er am 14. September 258 das Martyrium erlitt; Athanasius, Bischof von Alexandria, wo er am 2. Mai 373 starb; Ambrosius, Bischof von Mailand, gestorben am 4. April 397; und schließlich Augustinus, Bischof von Hippo, wo er am 28. August 430 gestorben ist.


Alle von Pius XII. gebrauchten Cyprian-Zitate, 
von denen wir hier drei anführen, stammen aus dem Werk <I>De habitu virginum</I> aus dem Jahr 249.

Alle von Pius XII. gebrauchten Cyprian-Zitate, von denen wir hier drei anführen, stammen aus dem Werk De habitu virginum aus dem Jahr 249.


Cyprian


„Die heiligen Väter ermahnen die Jungfrauen, ihren göttlichen Bräutigam mehr zu lieben als sie ihren eigenen Gatten lieben würden“
Sacra virginitas, 15

«Neque enim inanis haec cautio est et vana formido quae ad salutis viam consulit, quae Dominica et vitalia praecepta custodit, ut quae se Christo dicaverint, et a carnali con­cupiscentia recedentes tam carne quam mente se Deo voverint, consumment opus suum magno praemio destinatum, nec ornari iam aut placere cuiquam nisi Domino suo studeant, a quo et mercedem virginitatis expectant»

„Es ist weder unnütze Vorsicht noch grundlose Angst, die sich um den Weg des Heils sorgt und die Gebote des Herrn bewahrt, die Leben geben, damit die Jungfrauen, die sich Christus geweiht haben, im Entsagen der Fleischeslust, sich Gott sowohl im Fleisch als auch im Geist gelobt habend, das eigene Werk zur Vollendung bringen und es nicht ihre Sorge ist, sich schön zu machen oder irgendjemandem gefallen zu wollen außer ihrem Herrn, von dem sie sich die Belohnung für ihre Jungfräulichkeit erwarten.“


„Die Jungfräulichkeit ist eine Tugend der Engel“
Sacra virginitas, 27

«Quod futuri sumus iam vos esse coepistis. Vos resurrectionis gloriam in isto saeculo iam tenetis, per saeculum sine saeculi contagione transitis. Cum castae perseveratis et virgines, angelis Dei estis aequales»

„Was wir eines Tages sein werden, das beginnt ihr schon jetzt zu sein. In diesem irdischen Leben kommt ihr in den Genuß der Herrlichkeit der Auferstehung, geht durch diese Welt ohne euch an ihr anzustecken. Solange ihr jungfräulich und keusch bleibt, seid ihr den Engeln Gottes gleich.


„Die Jungfrauen sind ein bewundernswertes Zeichen blühender Heiligkeit und geistlicher Fruchtbarkeit, durch die sich die von Jesus Christus gegründete Gesellschaft auszeichnet“
Sacra virginitas, 27

«Flos est ille ecclesiastici germinis, decus atque ornamentum gratiae spiritalis, laeta indoles, laudis et honoris opus integrum atque incorruptum, Dei imago res­pondens ad sanctimoniam Domini, illustrior portio gregis Christi. Gaudet per illas atque in illis largiter floret Ecclesiae matris gloriosa foecunditas; quantoque plus copiosa virginitas numero suo addit, tanto plus gaudium matris augescit»

„Die Jungfräulichkeit ist eine Blume, die in der Kirche aufkeimt, Schmuck und Zierde der Gnade des Heiligen Geistes, freudvolle Natur, unverdorbenes Meisterwerk des Lobs und der Herrlichkeit, Ebenbild Gottes, das die Heiligkeit des Herrn widerspiegelt, erwähltester Teil der Herde Christi. An ihnen [den Jungfrauen] hat die Mutter Kirche ihre Freude, und in ihnen kommt ihre glorreiche Fruchtbarkeit zu vollster Blüte: und umso mehr die Schar der Jungfrauen wächst, umso größer ist die Wonne der Mutter Kirche.“

Die hier aufgeführten Athanasius-Zitate 
stammen aus <I>Apologia ad Constantium</I>, begonnen 353.

Die hier aufgeführten Athanasius-Zitate stammen aus Apologia ad Constantium, begonnen 353.



Athanasius


„Die katholische Kirche pflegt die Jungfrauen Braut Christi zu nennen“
Sacra virginitas, 14

„Der Sohn Gottes, unser Herr und Erlöser, Jesus Christus, der für uns Mensch geworden ist, hat den Tod abgeschafft und das Menschengeschlecht von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit. Über all diese Gnaden hinaus besitzen wir dank ihm auf Erden ein Ebenbild der Heiligkeit der Engel, die Jungfräulichkeit. Jene, die diese Tugend feierlich geloben, pflegt die katholische Kirche Braut Christi zu nennen. Selbst die Heiden, die sie sehen, bewundern sie als Tempel des Wortes; denn nirgends findet sich, in Wahrheit, diese verehrungswerte und himmlische Einrichtung als bei uns Christen.“



Die Ambrosius-Zitate sind überaus zahlreich; 
die hier aufgeführten stammen aus <I>De virginibus</I>, einem Werk aus dem Jahr 377, 
und aus <I>De institutione virginis</I> von 392.

Die Ambrosius-Zitate sind überaus zahlreich; die hier aufgeführten stammen aus De virginibus, einem Werk aus dem Jahr 377, und aus De institutione virginis von 392.

Ambrosius


„Die immerwährende Jungfräulichkeit ist ein vortreffliches Gut wesentlich christlichen Charakters, und unterscheidet sich von der heidnischen, weil diese zeitlichen Charakter hat“
Sacra virginitas, 1

«Quis mihi praetendit Vestae virgines et Palladis sacerdotes? Qualis ista est non morum pudicitia, sed annorum: quae non perpetuitate, sed aetate praescribitur! Petulantior est talis integritas, cuius corruptela seniori servatur aetati. Ipsi docent virgines suas non debere perseverare, nec posse, qui virginitati finem dederunt. Qualis autem est illa religio, ubi pudicae adolescentes iubentur esse, impudicae anus?»

„Und wer wollte mir hier ein Lob auf die Vestalinnen und die Priesterinnen des Palladiums singen? Was für eine Scham ist denn diese, nicht der Sitten, sondern der Jahre, die nicht für immer vorgeschrieben wird, sondern auf Zeit? Schamlos ist solche Unversehrtheit, deren Verletzung einem reiferen Alter vorbehalten ist. Sie, die der Jungfräulichkeit ein Ende gesetzt haben, lehren ihre Jungfrauen, daß sie nicht ausharren müssen. Aber was ist das für ein heiliges Band, für das die Mädchen keusch sein müssen, die alten aber unkeusch?“


„Schon zu Zeiten des Ambrosius bestand große Ähnlichkeit zwischen dem Ritus
der Weihe der Jungfrauen und dem des Segens der Hochzeit“
Sacra virginitas, 14

«Te quaeso ut tuearis hanc famulam tuam, quae tibi servire, tibi animam suam, tibi integritatis suae studium dicare praesumpsit. Quam sacerdotali munere offero, affectu patrio commendo; ut propitius et praesul conferas ei gratiam, quo coelestium thalamorum immorantem adytis Sponsum excutiat, mereatur videre, introducatur in cubiculum Dei sui regis: mereatur audire dicentem sibi: “Ades huc a Libano, Sponsa, ades huc a Libano; transibis et pertransibis a principio fidei” (Ct 4, 8); ut transeat saeculum, ad illa aeterna pertranseat. [...] Egredere itaque tu, Domine Iesu, in die sponsalium tuorum, suscipe iamdudum devotam tibi spiritu, nunc etiam professione»

„Ich flehe dich an, diese Magd zu schützen, die es gewagt hat, sich in deinen Dienst zu stellen, dir ihre Seele zu weihen und dir den Willen ihrer Unversehrtheit zu geloben. Als Priester biete ich sie dir an. Ich empfehle sie dir mit väterlicher Zuneigung, damit du, wohlwollender Gönner, ihr die Gnade schenken mögest, den Bräutigam zu wecken, der in den himmlischen Brautgemächern wohnt; zu verdienen, ihn zu sehen, in das Zimmer Gottes, ihres Königs, geführt zu werden, und zu verdienen, ihn sagen zu hören. „Komm doch mit mir, meine Braut, vom Libanon, weg vom Libanon komm du mit mir!“ (Hohelied 4,8), damit sie die Welt durchquere und die Ewigkeit erreiche. [...] Komm daher, du, oh Herr Jesus, am Tag deiner Hochzeit heraus, und empfange sie, die dir seit langem ergeben ist im Geiste, und jetzt auch mit dem Gelübde.“


„Um die Keuschheit aber rein zu bewahren und zu vervollkommnen, gibt es ein Mittel, dessen herrliche Wirksamkeit von der wiederholten Erfahrung der Jahrhunderte bestätigt ist: eine solide und brennende Verehrung der Jungfrau und Gottesmutter. Denn sie ist, wie schon Ambrosius sagte, ‚Meisterin der Jungfräulichkeit‘ und mächtige Mutter vor allem der dem Dienst Gottes geweihten Seelen“
Sacra virginitas, 58

«Et quae esset, cui maius quam matri Dominus meritum reponeret, praemium reservaret? Nulli enim uberiora quam virginitati deputavit munera [...]. Aliis promittit ut non deficiant: matrem suam deficere patiebatur? Sed non deficit Maria, non deficit virginitatis magistra; nec fieri poterat ut quae Deum portaverat, portandum hominem arbitraretur»

„Und wem hätte der Herr einen größeren Verdienst zuteilen, eine größere Belohnung vorbehalten sollen, als seiner eigenen Mutter? In der Tat hat er niemandem reichere Gaben zugeteilt als der Jungfräulichkeit Mariens [...]. Den anderen verspricht er, daß sie die Gaben erhalten werden: konnte er vielleicht tolerieren, daß sie seiner Mutter versagt würden? Aber Maria werden sie nicht versagt, der Meisterin der Jungfräulichkeit werden sie nicht versagt; und es konnte nicht geschehen, daß sie, die Gott in ihrem Schoß getragen hatte, glaubte, einen Menschen zu tragen.“

«Cuius tanta gratia, ut non solum in se virginitatis gratiam reservaret, sed etiam his quos viseret integritatis insigne conferret»

So groß war die Gnade Mariens, daß sie das Geschenk der Jungfräulichkeit nicht nur für sich behielt, sondern auch denen, die sie sah, zur Zier der Unversehrtheit zuteil werden ließ.“



„Die Treue der Jungfrauen ihrem göttlichen Bräutigam gegenüber hängt vom Gebet ab“
Sacra virginitas, 56


«Oratio quoque nos Deo crebra commendet. Si enim propheta dicit: “Septies in die laudem dixi tibi” (Sal 118 [119], 164), qui regni erat necessitatibus occupatus; quid nos facere oportet, qui legimus: “Vigilate et orate, ne intretis in tentationem” (Mt 26, 41)? Certe solemnes orationes cum gratiarum actione sunt deferendae, cum e somno surgimus, cum prodimus, cum cibum paramus sumere, cum sumpserimus, et hora incensi, cum denique cubitum pergimus. Sed etiam in ipso cubili volo psalmos cum oratione Dominica frequenti contexas vice, vel cum evigilaveris, vel antequam corpus sopor irriget; ut te in ipso quietis exordio rerum saecularium cura liberam, divina meditantem somnus inveniat. Denique etiam qui primus philosophiae ipsius nomen invenit, quotidie priusquam cubitum iret, tibicinem iubebat molliora canere, ut anxia curis saecularibus corda mulceret. Sed ille, sicut is qui laterem lavat, saecularia saecularibus frustra cupiebat abolere; magis enim se oblinibat luto, qui remedium a voluptate quaerebat: nos autem terrenorum vitiorum colluvione detersa, ab omni inquinamento carnis mentium interna mundemus. Symbolum quoque specialiter debemus tamquam nostri signaculum cordis antelucanis horis quotidie recensere: quo etiam cum horremus aliquid, animo recurrendum est. Quando enim sine militiae sacramento, miles in tentorio, bellator in praelio?»

„Auch das häufige Gebet möge uns Gott empfehlen. Wenn nämlich schon der Prophet sagt, ‚siebenmal am Tag singe ich dein Lob‘ (Ps 118 [119], 164), er, dessen Sorge den Dingen des Himmelreiches galt, was müssen dann erst wir tun, die wir lesen: ‚Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet‘ (Mt 26,41)? Gewiß müssen wir feierliche Dankgebete sagen, wenn wir erwachen, wenn wir ausgehen, wenn wir uns darauf vorbereiten, Nahrung zu uns zu nehmen, nachdem wir gespeist haben, wenn der Abend anbricht, und schließlich, wenn wir uns schlafen legen. Aber ich möchte, daß du auch im Bett wiederholt die Psalmen sprichst, abwechselnd mit dem Vaterunser, und zwar sowohl, wenn du wachst, als auch, bevor der Schlaf deinem Körper Entspannung verschafft, damit du Schlaf finden magst, zu Beginn deiner Ruhe, frei von weltlichen Sorgen, während du die Dinge Gottes meditierst. Und in der Tat, auch der, der als erster den Begriff ‚Philosophie’ [Pithagoras] erfunden hat, befahl jeden Tag, bevor er schlafen ging, dem Flötenspieler, süße Melodien zu spielen, um dem von den weltlichen Sorgen schweren Herzen Erleichterung zu verschaffen. Er aber, wie jener, der einen Stein wäscht [also eine unnütze Arbeit verrichtet], mühte sich umsonst, weltliche Dinge mit weltlichen Mitteln auszutilgen; indem er nämlich in Vergnügungen ein Heilmittel suchte, besudelte er sich nur noch mehr mit Schlamm. Wir dagegen, nachdem wir jeden Schmutz irdischer Laster hinweggewaschen haben, reinigen den Verstand bis ins Tiefste von jeder Verunreinigung des Fleisches. Wir müssen ganz besonders, jeden Tag, vor dem Morgengrauen, auch das Glaubensbekenntnis beten, als wäre es das Siegel unseres Herzens, an das wir uns mutig wenden müssen, auch wenn uns etwas Angst macht. Denn wann befand sich je ein Soldat im Zelt, Kämpfender in der Schlacht, ohne den militärischen Eid geschworen zu haben?.“


Von den vielen in der Enzyklika enthaltenen Augustinus-Zitaten hier zwei aus den <I>Epistolae </I> und <I>De sancta virginitate</I>, geschrieben  401.

Von den vielen in der Enzyklika enthaltenen Augustinus-Zitaten hier zwei aus den Epistolae und De sancta virginitate, geschrieben 401.


Augustinus


„Alle heiligen Männer und Frauen haben stets die Flucht und die sorgsame Wachsamkeit als wirksamstes Mittel zum Sieg auf diesem Gebiet betrachtet, mit Fleiß jede Gelegenheit zur Sünde fernzuhalten
Sacra virginitas, 49

«Nec dicatis vos habere animos pudicos, si habeatis oculos impudicos: quia impudicus oculus impudici cordis est nuntius»

„Sagt nicht, tugendhafte Seelen zu haben, wenn ihr unreine Augen habt, denn das unreine Auge ist Zeichen für ein unreines Herz.“


„Niemand hat vielleicht besser als Augustinus gezeigt, wie wichtig die christliche Demut für die Bewahrung der Jungfräulichkeit ist“
Sacra virginitas, 54

«Perpetua continentia, maximeque virginitas, magnum bonum est in sanctis Dei, vigilantissime cavendum est ne superbia corrumpatur. [...] Quod bonum quanto magnum video, tanto ei, ne pereat, furem superbiam pertimesco. Non ergo custodit bonum virginale, nisi Deus ipse qui dedit: et “Deus charitas est” (1Gv 4, 8) . Custos ergo virginitatis charitas: locus autem huius custodis humilitas»

„Die ständige Enthaltsamkeit, und noch viel mehr die Jungfräulichkeit, sind ein großes Gut in den Heiligen Gottes; aber mit höchster Wachsamkeit mag man darauf achten, daß es nicht vom Hochmut verdorben wird. [...] Je größer das Gut ist, das ich sehe, umso mehr fürchte ich, daß es der Hochmut mir entreissen mag. So hütet das Gut der Jungfräulichkeit niemand besser als Gott, der es gewährt hat, ‚Gott ist die Liebe‘ (1 Joh 4,8). Die Wärterin der Jungfräulichkeit ist also die Keuschheit, die Wohnstatt dieser Wärterin aber ist die Demut.“


Italiano Español English Français Português